Umweltpreis-Symposium: Zukunftsthema Wald

Blog-Beitrag zum Deutschen Umweltpreis

Wälder und nachhaltige Holznutzung, Klima- und Ressourcenschutz – darum geht es beim diesjährigen DBU-Symposium zum Deutschen Umweltpreis am Montag, 4. Oktober von 14 bis 16 Uhr mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis. Den Impulsvortrag hält der frühere Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Joachim Schellnhuber.

Die Wälder in Deutschland binden laut Umweltbundesamt in der ober- und unterirdischen Biomasse derzeit rund 1,3 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Das entspricht etwa 4,6 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid – ungefähr der fünffachen Menge an jährlichen Treibhausgasemissionen hierzulande.

Wälder unentbehrlich im Kampf gegen den Klimawandel

Der Wald ist allerdings nicht nur Klimahelfer, sondern läuft angesichts der Klimakrise große Gefahr, zum Klimaopfer zu werden. Darauf weist auch DBU-Generalsekretär Alexander Bonde hin: „Die Wälder sind unentbehrlich im Kampf gegen den Klimawandel, könnten aber zugleich etwa infolge von Dürreperioden zum Opfer der Klimakrise werden. Wir müssen sie davor schützen.“ Wichtig sei zudem, „eine Balance zwischen Wald als Wildnis und als Holzlieferant zu finden“. Bonde: „In der nachhaltigen Holznutzung liegt ein Schlüssel für mehr Klimaschutz. Denn indem wir Holz zu langlebigen Produkten verarbeiten, bleibt es als Kohlenstoffspeicher erhalten – für Jahrzehnte.“ Ob und wie das gelingen kann, wird beim Umweltpreissymposium Thema sein.

Kein Konflikt zwischen Wald als Wildnis und Forst als Ertragssystem

Der Impulsgeber des Symposiums, Professor Schellnhuber sieht keinen Konflikt zwischen Wald als Wildnis und Forst als Ertragssystem. Es sei „kein Problem, fünf oder auch zehn Prozent des hiesigen Waldes unter strikten Naturschutz zu stellen. Im Übrigen kann man sehr wohl laufend Biomasse aus dem Wald entnehmen und dennoch ein natürliches dynamisches Gleichgewicht aufrechterhalten“, so Schellnhuber. Die Devise „use it or lose it“ (etwa: den Wald nutzen oder ihn verlieren) sei eine „gute Richtschnur im Umgang mit vielen Ökosystemen“.

Weitere Informationen:
Mehr zum Programm des diesjährigen Umweltpreissymposiums „Klimaretter Holz? Chancen fĂĽr den Klima- und Ressourcenschutz durch eine nachhaltige Holzwirtschaft“ am Montag, 4. Oktober, von 14:00 bis 16:00 Uhr lesen Sie hier.

Direkt zur Anmeldung geht es hier.

Weitere Aussagen zum Symposium von Professor Schellnhuber und DBU-Generalsekretär Bonde lesen Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Zum Weiterlesen: Mehr zur Preisträgerin und dem Preisträger des Deutschen Umweltpreises 2021

Text: Klaus Jongebloed, Titelbild: © ThomBal – stock.adobe.com