F√∂rderinitiative ‚ÄěPestizidvermeidung‚Äú

Bei Klick wird dieses Video von den YouTube Servern geladen. Details siehe Datenschutzerklärung.

Vermeidung und Verminderung von Pestiziden in der Umwelt

Pestizide sind eine Ursache f√ľr den R√ľckgang der biologischen Vielfalt auf der Erde. Das stellt auch f√ľr uns Menschen eine gro√üe Bedrohung dar. Denn sogenannte √Ėkosystemleistungen ‚Äď Dienstleistungen, die die Natur durch ihre Artenvielfalt gratis zur Verf√ľgung stellt, wie etwa das Best√§uben von Pflanzen ‚Äď drohen wegzufallen. Vor allem in intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaften schreitet der Arten- und Lebensraumverlust voran. Doch selbst in Naturschutz¬≠gebieten ist laut einer Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina von 2020 die biologische Vielfalt bei vielen Artengruppen stark zur√ľckgegangen.

Nach jetzigem Wissensstand z√§hlt neben Monokulturen und N√§hrstoff√ľbersch√ľssen der √ľberm√§√üige chemische Pflanzenschutz zu den Hauptverursachern. Er wirkt nicht nur auf landwirtschaftliche Schadorganismen, sondern auch auf N√ľtzlinge wie Bienen und Hummeln, Lebewesen in B√∂den und Gew√§ssern sowie ganze √Ėkosysteme. Der Pestizidverkauf ist in Deutschland in den letzten 25 Jahren trotz politischer Initiativen kaum zur√ľckgegangen. J√§hrlich werden rund 30.000 Tonnen Wirkstoffe beziehungsweise rund 90.000 Tonnen Pflanzenschutzmittelprodukte ausgebracht. Um die negativen Auswirkung von Pestiziden auf √Ėkosysteme zu mindern, ist eine erhebliche Reduzierung des Pestizideinsatzes erforderlich.

Die Nachfrage nach alternativen Pflanzenschutzma√ünahmen ist hoch, es sind jedoch kaum praxiserprobte Alternativen verf√ľgbar. Daher startete die DBU im Januar 2020 die F√∂rderinitiative ‚ÄěVermeidung und Verminderung von Pestiziden in der Umwelt‚Äú. Ziel der F√∂rderinitiative ist es mit Projektpartnern, innovative, nicht-chemische Pflanzenschutzmethoden zu entwickeln und damit Pestizidr√ľckst√§nde in der Umwelt g√§nzlich zu vermeiden. Die F√∂rderinitiative soll helfen, die Entwicklung innovativer technologischer Ma√ünahmen und Methoden des Pflanzenschutzes anzusto√üen, um die derzeitigen negativen Auswirkungen auf die √Ėkosysteme zu verringern und Alternativen f√ľr die Praxis aufzuzeigen.

Ziele der Förderinitiative waren insbesondere

Eine weitere detailliertere Beschreibung der Inhalte und Ziele der Förderinitiative finden Sie im Flyer.

Das Bewerbungsverfahren f√ľr die F√∂rderinitiative ist bereits abgeschlossen. Im Rahmen der laufenden DBU-F√∂rdert√§tigkeit k√∂nnen Sie aber weiterhin Projektantr√§ge zu diesem Themenkomplex einreichen. Mehr Infos zur Antragstellung finden Sie unter  www.dbu.de/antragstellung. Beispielhafte DBU-Projekte zu dem Thema finden Sie hier.

Des Weiteren besteht die M√∂glichkeit im Rahmen des DBU-Promotionsstipendienprogramms Antr√§ge zu grundlegenden wissenschaftlichen Fragestellungen zu stellen. Die Einreichungsfrist f√ľr Stipendienantr√§ge ist j√§hrlich wiederkehrend der 15. Januar und der 15. Juni (siehe F√∂rderleitlinien zum Promotionsstipendienprogramm).

Projekte der Förderinitiative

Mehr als 78 Projektskizzen mit einem breitgefächerten Spektrum an Themen wurden bis zum 22. März 2020 eingereicht. Davon kamen 19 Projekte in die engere Auswahl, aus denen eine Fachjury sowie das Kuratorium der DBU die folgenden Projekte mit einer Summe von 3 Millionen Euro auswählte.

Kontakt

Dr. Hans-Christian Schaefer
DBU: Umweltforschung: Promotionsstipendienprogramm
Zirkuläre Wirtschaft und Bioökonomie
+49 541 9633-350
Christiane Grimm
DBU: Umweltforschung: Landnutzung und Digitalisierung
+49 541 9633-342
Dr. Benjamin Weinert
DBU: Umweltforschung: Landnutzung und Digitalisierung
+49 541 9633-340