Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) – FĂŒllhorn oder BĂŒchse der Pandora?

Vortrag von Ernst-Christoph Stolper am 09.12.2014 im DBU Zentrum fĂŒr Umweltkommunikation in OsnabrĂŒck

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU, die sogenannte „transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ (TTIP) ist derzeit stark umstritten. In einem bereits lange andauernden Prozess wird ĂŒberwiegend hinter verschlossenen TĂŒren ĂŒber den „Abbau nicht-tarifĂ€rer Handelshemmnisse“, „Investitionsschiedsgerichtsbarkeit“ oder „regulatorische Zusammenarbeit“ verhandelt. Wirtschaftsvertreter und an den Verhandlungen beteiligte Politiker erwarten durch das Abkommen mehr Wirtschaftswachstum und Einsparungen sowie die Sicherung und Schaffung von ArbeitsplĂ€tzen.

FĂŒr viele UmweltverbĂ€nde und andere zivilgesellschaftliche Organisationen aus den USA und Europa sind die erwarteten wirtschaftlichen Vorteile jedoch zweifelhaft. Und hinter den vermeintlichen „technischen Details“, die verhandelt werden, verbergen sich ihrer Ansicht nach Gefahren fĂŒr den Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz.

Doch wer hat Recht?

Ernst-Christoph Stolper ist Politikwissenschaftler und arbeitet derzeit freiberuflich als Experte fĂŒr Wirtschafts- und Technologiepolitik sowie Energie- und Umweltpolitik. Er ist kein grundsĂ€tzlicher Gegner von Freihandel und Handelsabkommen. Dennoch stellt er nach AbwĂ€gung aller Gesichtspunkte fest, dass von TTIP Gefahren fĂŒr die demokratischen Entscheidungsstrukturen, fĂŒr die Architektur der internationalen Beziehungen sowie fĂŒr die bestehenden Standards im Umwelt- und Verbraucherschutz, im Sozialbereich, im Datenschutz, im Klimaschutz sowie in der Kultur, der Landwirtschaft und den Finanzdienstleistungen ausgehen können. In seinem Vortrag schildert und belegt er seine Position.

Beginn der Veranstaltung: 18.30 Uhr, Dauer ca. 1 1/2 Std.

Eintritt frei!

Referent: Ernst-Christoph Stolper, StaatssekretÀr a. D.