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select * from zukcms_block where objekt='<!-- wp:wordpress-dbu/dbu-container --> <div class="wp-block-wordpress-dbu-dbu-container"><!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>Die <a href="https://www.dbu.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)</a>, mit einem Stiftungskapital von rund 2,4 Milliarden Euro eine der größten Umweltstiftungen Europas, widmet sich in ihrer <a href="https://www.presseportal.de/pm/6908/5218867" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reihe „<em>DBUgoesBrussels</em>“</a> der Frage, wie ein nachhaltiger Einsatz von <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/DOC/?uri=CELEX:52022PC0305" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pflanzenschutzmitteln, auch Pestizide genannt</a>, gelingen kann. Ein Thema also, das in den vergangenen Wochen und Monaten die Gemüter erhitzt und zu verhärteten Debatten geführt hat – und alle angeht, weil wir auf gesunde und zugleich umweltschonend produzierte Nahrungsmittel angewiesen sind. Landwirte wollen mit Pestiziden Schädlinge von den Feldern fernhalten, Umweltschützer sehen Natur und Artenvielfalt in Gefahr, weil aus ihrer Sicht wegen der starken Nebenwirkungen von Pestiziden nicht nur Schadorganismen wie schädliche Insekten, Schadkräuter und schädliche Pilze, sondern&nbsp; auch viele andere Tiere, Pflanzen und Pilzarten geschädigt werden. Unter dem Titel <a href="https://www.dbu.de/termine/dbugoesbrussels-2024/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Spagat Pflanzenschutz: Wie die Sicherung von Nahrung und Natur gelingt“ will das <em>DBUgoesBrussels</em></a> zu einer Versachlichung des Diskurses beitragen – vor allem: zu möglichen Lösungswegen, um Landwirtschaft und Umweltschutz in dieser Angelegenheit in Einklang zu bringen.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>In Kooperation mit der <a href="https://mbeim.nrw/nrw-bei-der-eu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union (EU) in Brüssel</a> lädt die DBU zu einer Abendveranstaltung mit hochaktuellen Fragen ein. Eine kurze Bestandsaufnahme soll zunächst einen Überblick zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sowie zu deren positiven Effekten aber auch negativen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt vermitteln. Anschließend wird ausgelotet, &nbsp;welche Anliegen, Sorgen und womöglich auch Existenzängste die Akteurinnen und Akteure in Landwirtschaft sowie Umwelt-, Natur- und Klimaschutz umtreiben – um sich dann einer Schlüsselfrage zu stellen: Wo befinden sich trotz teils widerstreitender Interessen Schnittmengen, die zu einer gemeinsamen Lösung führen? Denn in einem Ziel dürfte Konsens bestehen: lebenswichtige Nahrungsmittel zu produzieren, ohne Böden, Wasser und Luft zu schädigen – damit der Planet für Mensch und Tier lebenswert bleibt.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>Als Keynote-Speaker konnte ein hochrangiger und höchst profilierter Vertreter der EU-Kommission gewonnen werden: Dr. Klaus Berend, Direktor für Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit und Innovation in der <a href="https://commission.europa.eu/about-european-commission/departments-and-executive-agencies/health-and-food-safety_en?prefLang=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit</a>. Berend ist seit 1994 in der Europäischen Kommission tätig. Vor seinem jetzigen Amt war er als Referatsleiter verantwortlich für die Umsetzung der EU-Gesetzgebung zu Pflanzenschutzmitteln und Bioziden. Seine Keynote dürfte umso mehr mit Spannung erwartet werden, weil die seitens der EU-Kommission eigentlich geplante EU-Pestizidverordnung zumindest vorerst gescheitert ist (siehe auch <em>„Hintergrund“</em>).</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>Nach einer Begrüßung durch den Leiter der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union, Rainer Steffens, wird neben Keynote-Speaker Klaus Berend auch DBU-Generalsekretär Alexander Bonde Impulse zum Thema liefern. Im Anschluss an Keynote und Impulsvorträge folgt eine Podiumsdiskussion mit namhaften Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wasser- und Landwirtschaft sowie des EU-Parlaments.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>Wir laden Sie herzlich ein, bei dieser spannenden Debatte dabei zu sein!</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong>ORT:</strong> Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union, Rue Montoyer 47, 1000 Brüssel<br><strong>ZEIT:</strong> Montag, 18. März 2024, 18:30 bis 22 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)<br><strong>ANMELDUNG:</strong> Bis 11. März 2024 unter<br><a href="https://bruessel.veranstaltungen.land.nrw/event.php?vnr=bc-30e" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://bruessel.veranstaltungen.land.nrw/event.php?vnr=bc-30e</a></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong>Die Veranstaltung wird simultan übersetzt in Deutsch und Englisch.</strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong>Hintergrund:<br><br></strong>Um zu verstehen, warum überhaupt es beim Umgang mit Pflanzenschutz zu einem Spagat kommt und worin die aktuellen Herausforderungen bestehen, hilft ein Blick auf die politische Ausgangslage ebenso wie auf die rechtlichen Rahmenbedingungen. Von dieser Warte aus rückt ein Ziel näher, das die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gemeinsam mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren voranbringen will: die Sicherung von Nahrung und Natur in Einklang zu bringen.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong><em>Die Ausgangslage</em></strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>Neue Dynamik haben die teils sehr kontroversen Debatten rund um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln Anfang Februar 2024 erhalten: Während der Sitzung des Europaparlaments in Straßburg kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:52022PC0305" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kommission werde ihren eigenen Gesetzesvorschlag vom 22. Juni 2022 zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln</a> (engl. <em>Sustainable Use Regulation</em>, kurz <em>SUR</em>) zurückziehen – allerdings verbunden mit dem Hinweis, das Thema sei „nicht vom Tisch“. Der Verordnungsentwurf sah unter anderem vor, die Nutzung von Pestiziden bis 2030 um die Hälfte im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017 zu senken. Von der Leyen räumte zwar ein, der Vorschlag habe polarisiert. Zugleich bezeichnete sie aber den Legislativentwurf der EU-Kommission als legitimes Ziel, Risiken durch chemische Pflanzenschutzmittel zu minimieren. Der Rückzug wurde auch als Entgegenkommen an die Bäuerinnen und Bauern gewertet, deren wochenlangen Proteste in verschiedenen EU-Staaten sich auch gegen überbordende EU-Umweltauflagen richteten. Die Entscheidung der EU-Kommission war erwartet worden, weil das EU-Parlament bereits am 22. November 2023 den Verordnungsvorschlag der Kommission abgelehnt hatte.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong><em>Was war der Anlass für den Vorschlag zu einer neuen EU-Pestizidverordnung?</em></strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>In ihrer Begründung am 22. Juni 2022 zu ihrem <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:52022PC0305" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vorschlag für eine Verordnung zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln</a> (<em>Sustainable Use Regulation, SUR</em>) verwendet die EU-Kommission den Begriff „Pestizide“ synonym zur Formulierung „Pflanzenschutzmittel“. Tatsächlich umfassen Pestizide neben Pflanzenschutzmitteln auch sogenannte Biozide. Im Sinne der von der EU-Kommission verwendeten Bezeichnung werden Pestizide weitverbreitet zum Schutz von Pflanzen verwendet und sollen zugleich Schadorganismen abwehren, mindern oder vernichten. Sie kommen demnach im Wesentlichen in der Land- und Forstwirtschaft sowie auf städtischen Grünflächen und entlang von Verkehrswegen wie Straßen und Schienen zum Einsatz. Und weiter: „Da Pestizide schädliche Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben können, sind sie auf EU-Ebene streng reguliert.“ Die EU-Kommission identifiziert jedoch zugleich „schwerwiegende Mängel“ bei der Umsetzung einer Richtlinie über die nachhaltige Verwendung von Pestiziden in einigen Mitgliedstaaten. Und sie betont, wie wichtig eine sichere, nachhaltige, klimaverträgliche Produktion von Lebensmitteln ist, wobei gleichzeitig Grundsätze der Nachhaltigkeit der Umwelt, des Schutzes der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme sowie die Sicherstellung der Ernährungssicherheit zu beachten seien. Auch das verdeutlicht den Spagat beim Pflanzenschutz. Die EU-Kommission verortet den <em>SUR</em>-Vorschlag in der Kommissionsstrategie <a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_884" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Vom Hof auf den Tisch“</a> (engl. <a href="https://commission.europa.eu/document/cac217cc-ca81-4d6b-abcf-d14343aefc5b_de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„<em>From Farm to Fork</em>“</a>), die wiederum Teil des <a href="https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/priorities-2019-2024/european-green-deal_de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">europäischen Grünen Deals</a> ist, mit dem die EU bis 2050 erster klimaneutraler Kontinent werden will.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong><em>Welche Reaktionen gab es auf den Rückzug der EU-Kommission?</em></strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>Der <a href="https://copa-cogeca.eu/?lang=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">europäische Bauernverband <em>Copa-Cogeca</em></a> zeigte sich erleichtert, ebenso wie der <a href="https://www.bauernverband.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutsche</a> und <a href="https://www.hessischerbauernverband.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hessische</a> Bauernverband: Die geplante EU-Pestizidverordnung sei Bürokratieballast, realitätsfern, ohne Finanzierung und hätte zu Ernteeinbußen sowie dem Ende der Wirtschaftlichkeit mit dem Aus von Betrieben geführt, hieß es unisono – wobei aber auch betont wurde, diese Haltung sei nicht als Ablehnung von mehr Umweltschutz zu verstehen. Große Enttäuschung über die Abkehr der EU-Kommission vom eigenen Gesetzesvorschlag zur Reduktion des Pestizideinsatzes signalisierten indes Umweltschützer, aber auch der <a href="https://www.vku.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verband kommunaler Unternehmen (VKU)</a>. Von einem schwarzen Tag für Natur, Biodiversität und Landwirtschaft war die Rede, ein wesentlicher Baustein des europäischen Grünen Deals breche weg. Der VKU sprach von einem herben Rückschlag. Auf absehbare Zeit sei die Chance vertan, Ressourcen für die Trinkwassergewinnung besser zu schützen.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong><em>Der rechtliche Rahmen</em></strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:list --> <ul><!-- wp:list-item --> <li>Auf EU-Ebene werden Vermarktung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln inklusive deren Rückstände auf und in Lebensmitteln durch diverse Rechtsvorschriften geregelt. Eine unabdingbare Bedingung: Erst nach vorheriger Zulassung dürfen Pflanzenschutzmittel vermarktet und verwendet werden. Eine wichtige Rolle spielt die <a href="https://www.efsa.europa.eu/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa)</a>. Während die Efsa in einem dualen Kontrollsystem die in Pflanzenschutzmitteln verwendeten Wirkstoffe beurteilt, bewerten die EU-Mitgliedstaaten die Pflanzenschutzmittel-Produkte und übernehmen die Zulassung auf nationaler Ebene. Die Efsa versteht sich als unabhängige wissenschaftliche Beratung auf Basis von Risikobewertungen. Für das Risikomanagement zuständig sind wiederum EU-Kommission und EU-Mitgliedstaaten. Dabei geht es um Regulierungsfragen, die Genehmigung von Wirkstoffen sowie die Festsetzung gesetzlicher Grenzwerte für Pestizidrückstände in Lebens- und Futtermitteln, die sogenannten Rückstandshöchstgehalte. Zwei europäische Rechtsvorschriften sind maßgeblich: zum einen die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex%3A32009R1107" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pflanzenschutzmittelverordnung (EG) Nr. 1107/2009</a>, zum anderen – für die Rückstandshöchstgehalte – die Verordnung <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A02005R0396-20231021" target="_blank" rel="noreferrer noopener">(EG) Nr. 396/2005</a>.</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>Grundlage für die <a href="https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/pflanzenschutz/zulassung.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in der Europäischen Union ist ein zweistufiges Verfahren</a>: Nach der Genehmigung eines Wirkstoffes durch die EU-Kommission braucht noch das Präparat selbst eine nationale Zulassung, um verkauft und verwendet werden zu dürfen. Die EU ist dafür in drei Zonen aufgeteilt, die jeweils in sich in ökologischer und landwirtschaftlicher Sicht als vergleichbar gelten. Deutschland teilt sich eine solche Zone unter anderem mit Österreich, Polen und den Niederlanden. Die Zulassung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist in Deutschland neben den EU-Rechtsvorschriften durch das <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/pflschg_2012/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pflanzenschutzgesetz (PflSchG)</a> geregelt. Für die Überwachung der gesetzlichen Vorgaben sind wiederum die Bundesländer zuständig. Die Federführung bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland liegt beim <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)</a> in Braunschweig. In den Entscheidungsprozess einbezogen werden müssen aber noch drei andere Institutionen: das <a href="https://www.bfr.bund.de/de/start.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)</a>, das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (<a href="https://www.julius-kuehn.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Julius Kühn-Institut, JKI</a>) sowie das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Umweltbundesamt (UBA)</a> – nämlich als wissenschaftliche Bewertungsbehörden. &nbsp;</li> <!-- /wp:list-item --></ul> <!-- /wp:list --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong><em>Wie viele Pflanzenschutzmittel sind zugelassen?</em></strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>Nach aktuellen Angaben des Umweltbundesamtes auf Grundlage von Daten des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit waren im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/chemikalien/pflanzenschutzmittel-in-der-umwelt#zugelassene-pflanzenschutzmittel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahr 2021 in Deutschland 950 Pflanzenschutzmittel mit 1.809 Handelsnamen</a> zugelassen. Insgesamt wurden 281 Wirkstoffe eingesetzt – ein Wert der seit 2000 nahezu konstant ist. Laut UBA liegt in Deutschland der Absatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft bei rund 30.000 Tonnen Wirkstoff pro Jahr und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert. Gestiegen sei allerdings der Verkauf problematischer Wirkstoffe. Nach UBA-Angaben ergibt sich im Jahr 2021 für die Landwirtschaft in Deutschland ein durchschnittlicher jährlicher Einsatz von ungefähr 7,3 Kilogramm Pflanzenschutzmitteln sowie rund 2,4 Kilogramm Wirkstoff pro Hektar Anbaufläche – bei seinerzeit etwa 11,9 Millionen Hektar Ackerland und Dauerkulturen.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong><em>Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Thema Pflanzenschutz</em></strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>Im Jahr 2020 hat die <a href="https://www.dbu.de/themen/foerderinitiativen/pestizidvermeidung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück ihre Förderinitiative zur Vermeidung und Verminderung von Pestiziden</a> gestartet. Ein knappes Dutzend innovativer und kreativer Projekte wurde schließlich ausgewählt und seitdem mit insgesamt rund drei Millionen Euro gefördert. Dieses Jahr findet die Förderinitiative ihren Abschluss. Nur einige Beispiele:</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:list --> <ul><!-- wp:list-item --> <li>Ein Team aus dem bayerischen Straubing hat ein umweltfreundliches, biobasiertes Mulchverfahren für den Gemüseanbau entwickelt. Die Idee: Als Mulchmaterial dient eine Zwei-Komponenten-Mischung aus nachwachsenden Rohstoffen, die per Spritzgerät ausgebracht wird. Das Material ist biologisch abbaubar, geliert schnell auf der Erdoberfläche und härtet aus. Beikräuter werden so in ihrer Keimung gehemmt und bereits gekeimte Pflanzen am Wachstum gehindert (<a href="https://www.dbu.de/projektbeispiele/einsatz-von-mulchmaterial-zur-unterdrueckung-von-beikraeutern-im-feldgemuesebau/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ 35896</a>)</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>In einem anderen Projekt wird die Entwicklung neuer Anbaumethoden erprobt, inklusive einer Premiere: Erstmals wurde der sogenannte reihenbezogene Anbau von Flächenkulturen auch im konventionellen Ackerbau umgesetzt. Der Clou hier: ein neuartiges Anbausystem mit der gezielten Einsaat von Wildkrautmischungen in die Kulturzwischenreihen. In der Folge wurde Unkrautbildung in der Erntekultur unterdrückt. Zudem wurden Wildpflanzen auf Anbauflächen integriert, um Biodiversität zu erhöhen und Bodengesundheit zu fördern (<a href="https://www.dbu.de/projektbeispiele/weniger-chemische-pflanzenschutzmittel-durch-reihenbezogenen-ackerbau-und-einsatz-von-nuetzlingen-und-wildkraeutern-in-der-flaeche/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ 35918</a>)</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>Die aus Südostasien eingewanderte Kirschessigfliege setzt als einer der gefährlichsten Schädlinge dem Obst- und Weinbau mächtig zu. In einem DBU-geförderten Projekt wird zur Vermeidung von Pestiziden eine umweltgerechte Methode zur Bekämpfung entwickelt: eine sensorbasierte Monitoringfalle für Kirschessigfliegen (<a href="https://www.dbu.de/projektbeispiele/verminderung-des-pestizideinsatzes-durch-fruehzeitige-ermittlung-des-kirschessigfliegen-befalls-im-wein-und-obstbau/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ 35936</a>)</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>Nützlinge statt Insektizide heißt die Devise in einem von der DBU geförderten Projekt der Staatsschule für Gartenbau Stuttgart-Hohenheim. Das Innovative: Im Gewächshaus ist beim Anbau von Gemüse der Einsatz von Nützlingen gegen Schaderreger zwar schon gang und gäbe, im Freiland aber bislang kaum. Das will das Projekt ändern – und zwar mit einer Nützlingsrollwiese zunächst für Salatkulturen und Kohlrabipflanzen. Wie ein Rollrasen wird die Nützlingsrollwiese schnell und flexibel eingesetzt – mit dem Ziel, die Folgen von Schädlingen für Gemüsekulturen bereits in einem frühen Stadium durch Nützlinge zu minimieren und so den Insektizid-Einsatz zu senken (<a href="https://www.dbu.de/projektbeispiele/nuetzlinge-statt-insektizide-entwicklung-einer-nuetzlingsrollwiese-fuer-den-anbau-von-gemuese/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ 35949</a>)</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>Wie Obst- und Weinbau hat auch der Hopfenanbau mit Schädlingen zu kämpfen: den Spinnmilben, die warme und trockene Verhältnisse bevorzugen und infolge des Klimawandels zu einer noch größeren Bedrohung werden könnten. Zum Hopfenschutz werden Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Akarizide eingesetzt – allerdings mit umweltschädlichen Auswirkungen und zunehmender Resistenz der Spinnmilben. Ziel des von der DBU geförderten Vorhabens ist die Minimierung der Akarizide (<a href="https://www.dbu.de/projektbeispiele/foerderung-natuerlicher-abwehrmechanismen-von-hopfenpflanzen-gegen-spinnmilben-zur-reduzierung-von-pflanzenschutzmitteln/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AZ 35937</a>)</li> <!-- /wp:list-item --></ul> <!-- /wp:list --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong><mark class="has-inline-color has-red-color">English Version</mark></strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong>DBUgoesBrussels - Balancing act plant protection: How to secure food and nature</strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>The <a href="https://www.dbu.de/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">German Federal Environmental Foundation</a> (<a href="https://www.dbu.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Deutsche Bundesstiftung Umwelt, DBU</em></a>), one of the largest environmental foundations in Europe with an endowment of around 2.4 billion euros, is devoting its "DBUgoesBrussels" series to the question of how the sustainable use of <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX:52022PC0305" target="_blank" rel="noreferrer noopener">plant protection products, also known as pesticides</a>, can succeed. This is a topic that has heated up emotions and led to heated debates in recent weeks and months - and it concerns everyone because we are dependent on healthy food that is also produced in an environmentally friendly way. Farmers want to use pesticides to keep pests away from their fields, while environmentalists see nature and biodiversity at risk because they believe that the strong side effects of pesticides not only harm harmful organisms such as harmful insects, weeds and harmful fungi, but also many other animals, plants and fungal species. Under the title "The balancing act of plant protection: How to safeguard food and nature", the DBUgoesBrussels aims to contribute to a more objective discourse - above all: on possible solutions to harmonise agriculture and environmental protection in this matter.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>In cooperation with the <a href="https://mbeim.nrw/nrw-bei-der-eu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Representation of the State of North Rhine-Westphalia to the European Union (EU) in Brussels</a>, the DBU is organising an evening event on highly topical issues. A brief review will first provide an overview of the use of plant protection products and their positive effects as well as negative consequences for humans, animals and the environment. The concerns, worries and possibly also existential fears of those involved in agriculture and environmental, nature and climate protection will then be explored - in order to then address a key question: Where are the overlaps that lead to a common solution despite sometimes conflicting interests? After all, there is likely to be consensus on one goal: to produce vital food without damaging the soil, water and air - so that the planet remains liveable for humans and animals.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>A high-ranking and highly distinguished representative of the EU Commission has been secured as keynote speaker: Dr Klaus Berend, Director for Food Safety, Sustainability and Innovation in the <a href="https://commission.europa.eu/about-european-commission/departments-and-executive-agencies/health-and-food-safety_en?prefLang=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Directorate-General for Health and Food Safety</a>. Mr Berend has been working for the European Commission since 1994. Prior to his current position, he was responsible for the implementation of EU legislation on plant protection products and biocides. His keynote speech is likely to be all the more eagerly awaited because the EU pesticide regulation actually planned by the EU Commission has failed, at least for the time being (see also "Background").</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>After a welcome address by the Head of the Representation of the State of North Rhine-Westphalia to the European Union, Rainer Steffens, keynote speaker Klaus Berend and DBU Secretary-General Alexander Bonde will provide impetus on the topic. The keynote and keynote speeches will be followed by a panel discussion with renowned representatives from science, water and agriculture as well as the EU Parliament.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>We cordially invite you to take part in this exciting debate!</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong>PLACE:</strong> Representation of the State of North Rhine-Westphalia to the European Union,Rue Montoyer 47, 1000 Brussels<br><strong>TIME:</strong> Monday, 18 March 2024, 18:30 to 22:00 (admission from 18:00)<br><strong>REGISTRATION:</strong> Until 11 March 2024 at<br><a href="https://bruessel.veranstaltungen.land.nrw/event.php?vnr=bc-30e" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://bruessel.veranstaltungen.land.nrw/event.php?vnr=bc-30e</a></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong>The event will be simultaneously translated into German and English.</strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><strong>Background:</strong></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>In order to understand why there is a balancing act when dealing with plant protection and what the current challenges are, it helps to take a look at the initial situation from politics’ point of view as well as the legal framework. From this perspective, a goal comes closer that the German Federal Environmental Foundation (<em>Deutsche Bundesstiftung Umwelt, DBU</em>) wants to advance together with the stakeholders involved: to secure food and nature at the same time.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><em><strong>The initial situation</strong></em></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>The sometimes highly controversial debates surrounding the use of plant protection products gained new momentum at the beginning of February 2024: During the session of the European Parliament in Strasbourg, EU Commission President Ursula von der Leyen announced that the Commission would withdraw <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX%3A52022PC0305" target="_blank" rel="noreferrer noopener">its own legislative proposal of 22 June 2022 on the Sustainable Use Regulation (SUR) of plant protection products</a> - albeit with the note that the issue was "not off the table". Among other things, the draft regulation envisaged reducing the use of pesticides by half by 2030 compared to the average for the years 2013 to 2017. Von der Leyen admitted that the proposal had polarised opinion. At the same time, however, she described the EU Commission's draft legislation as a legitimate aim to minimise the risks posed by chemical pesticides. Von der Leyen’s move was also seen as a concession to farmers, whose weeks of protests in various EU countries were also directed against excessive EU environmental regulations. The EU Commission's decision had been expected because the EU Parliament had already rejected the Commission's proposed regulation on 22 November 2023.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><em><strong>What prompted the proposal for a new EU pesticides regulation?</strong></em></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>In its explanatory memorandum of 22 June 2022 on its <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX%3A52022PC0305" target="_blank" rel="noreferrer noopener">proposal for a regulation on the sustainable use of plant protection products (SUR)</a>, the EU Commission uses the term "pesticides" synonymously with the term "plant protection products". In fact, in addition to plant protection products, pesticides also include so-called biocides. In the sense of the term used by the EU Commission, pesticides are widely used to protect plants and are also intended to repel, reduce or destroy harmful organisms. They are therefore mainly used in agriculture and forestry as well as on urban green spaces and along transport routes such as roads and railways. It continues: "As pesticides can have harmful effects on the environment and human health, they are strictly regulated at EU level." However, the EU Commission also identifies "serious shortcomings" in the implementation of a directive on the sustainable use of pesticides in some member states. It also emphasises the importance of safe, sustainable, climate-friendly food production, while at the same time observing the principles of environmental sustainability, protecting biodiversity and ecosystems and ensuring food security. This also illustrates the balancing act in plant protection. The EU Commission is locating the SUR proposal in the Commission's "<a href="https://commission.europa.eu/document/cac217cc-ca81-4d6b-abcf-d14343aefc5b_en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">From Farm to Fork</a>" strategy, which in turn is part of the <a href="https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/priorities-2019-2024/european-green-deal_en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">European Green Deal</a>, with which the EU aims to become the first climate-neutral continent by 2050.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><em><strong>What were the reactions to the EU Commission's withdrawal?</strong></em></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>The <a href="https://copa-cogeca.eu/?lang=en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">European farmers' association Copa-Cogeca</a> was relieved, as were the <a href="https://www.bauernverband.de/english" target="_blank" rel="noreferrer noopener">German</a> and Hessian <a href="https://www.bauernverband.de/english" target="_blank" rel="noreferrer noopener">farmers' associations</a>: the planned EU pesticide regulation was a bureaucratic ballast, unrealistic, unfinanced and would have led to crop losses and the end of profitability with the closure of farms, they said in unison - although it was also emphasised that this stance should not be understood as a rejection of more environmental protection. However, environmentalists and the <a href="https://www.vku.de/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">German Association of Local Public Utilities</a> (<em>Verband kommunaler Unternehmen, VKU</em>) signalled their great disappointment at the EU Commission's rejection of its own legislative proposal to reduce the use of pesticides. There was talk of a black day for nature, biodiversity and agriculture, with a key component of the European Green Deal being cancelled. The VKU spoke of a bitter setback. For the foreseeable future, the opportunity to better protect resources for drinking water production has been lost, said the association.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><em><strong>The legal framework</strong></em></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:list --> <ul><!-- wp:list-item --> <li>At EU level, the marketing and use of plant protection products, including their residues on and in food, are regulated by various legal provisions. One indispensable condition: Plant protection products may only be marketed and used after prior authorisation. <a href="https://www.efsa.europa.eu/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The European Food Safety Authority (Efsa)</a> plays an important role. While Efsa assesses the active substances used in plant protection products in a dual control system, the EU member states evaluate the plant protection products and take over the authorisation at national level. Efsa sees itself as providing independent scientific advice based on risk assessments. The EU Commission and EU member states are in turn responsible for risk management. This involves regulatory issues, the authorisation of active substances and the setting of legal limits for pesticide residues in food and animal feed, the so-called maximum residue levels. Two European legal regulations are relevant: <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=celex%3A32009R1107" target="_blank" rel="noreferrer noopener">the Plant Protection Products Regulation (EC) No. 1107/2009</a> on the one hand, and <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX%3A02005R0396-20231021" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Regulation (EC) No. 396/2005 on the other - for maximum residue levels</a>.</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>The basis for the authorisation of plant protection products in the European Union is a two-stage procedure: Once an active substance has been approved by the EU Commission, the product itself requires national authorisation before it can be sold and used.. The EU is divided into three zones for this purpose, each of which is considered comparable from an ecological and agricultural perspective. Germany shares such a zone with Austria, Poland and the Netherlands, among others. In Germany, the authorisation and use of plant protection products is regulated by the Plant Protection Act (<em>Pflanzenschutzgesetz, PflSchG</em>) in addition to EU legislation. The federal states are responsible for monitoring the legal requirements. The Federal Office of Consumer Protection and Food Safety (BVL) in Braunschweig is responsible for the authorisation of plant protection products in Germany. However, three other institutions must also be involved in the decision-making process: the <a href="https://www.bfr.bund.de/en/home.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">German Federal Institute for Risk Assessment (<em>Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR</em>)</a>, the <a href="https://www.julius-kuehn.de/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Federal Research Centre for Cultivated Plants</a> (<a href="https://www.julius-kuehn.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Julius Kühn Institut, JKI</em></a>) and the <a href="https://www.umweltbundesamt.de/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Federal Environment Agency</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Umweltbundesamt, UBA</em></a>) - namely as scientific assessment authorities.</li> <!-- /wp:list-item --></ul> <!-- /wp:list --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><em><strong>How many plant protection products are authorised?</strong></em></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>According to <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/chemikalien/pflanzenschutzmittel-in-der-umwelt#zugelassene-pflanzenschutzmittel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">current information from the Federal Environment Agency (Umweltbundesamt, UBA)</a> based on data from the Federal Office of Consumer Protection and Food Safety, 950 plant protection products with 1,809 trade names were authorised in Germany in 2021. A total of 281 active substances were used - a figure that has remained almost constant since 2000. According to the UBA, sales of plant protection products in agriculture in Germany amount to around 30,000 tonnes of active ingredient per year and have hardly changed in recent decades. However, the sale of problematic active substances has increased, says UBA. According to UBA data, the average annual use of pesticides in agriculture in Germany in 2021 will be around 7.3 kilograms and around 2.4 kilograms of active ingredient per hectare of cultivated land - with around 11.9 million hectares of arable land and permanent crops at that time.</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p><em><strong>The German Federal Environmental Foundation (DBU) and the topic of plant protection</strong></em></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p></p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:paragraph --> <p>In 2020, the German Federal Environmental Foundation (DBU), based in Osnabrück, launched its funding initiative for the prevention and reduction of pesticides. Almost a dozen innovative and creative projects were ultimately selected and have since been funded with a total of around three million euros. The funding initiative is coming to an end this year. Just a few examples:</p> <!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:list --> <ul><!-- wp:list-item --> <li>A team from Straubing in Bavaria has developed an environmentally friendly, bio-based mulching process for vegetable cultivation. The idea is to use a two-component mixture of renewable raw materials as mulch, which is applied using a sprayer. The material is biodegradable, gels quickly on the soil surface and hardens. Weeds are thus inhibited in their germination and plants that have already germinated are prevented from growing (AZ 35896)</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>In another project, the development of new cultivation methods is being trialled, including a premiere: for the first time, the so-called row-based cultivation of crops has also been implemented in conventional arable farming. The highlight here: a new type of cultivation system with the targeted sowing of weed mixtures in the inter-crop rows. As a result, weed growth in the crop was suppressed. In addition, wild plants were integrated into cultivated areas to increase biodiversity and promote soil health (AZ 35918)</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>The cherry vinegar fly, which has migrated from South-East Asia, is one of the most dangerous pests for fruit and wine growing. In a DBU-funded project, an environmentally friendly method of control is being developed to avoid the use of pesticides: a sensor-based monitoring trap for cherry vinegar flies (AZ 35936)</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>Beneficial organisms instead of insecticides is the motto of a DBU-funded project at the State School of Horticulture in Stuttgart-Hohenheim. The innovative aspect: although the use of beneficial insects against pests is already common practice when growing vegetables in greenhouses, this has hardly ever been the case outdoors. The project aims to change this - initially with a beneficial insect meadow for salad crops and kohlrabi plants. Like a rolled turf, the beneficial meadow is used quickly and flexibly - with the aim of minimising the impact of pests on vegetable crops at an early stage using beneficial organisms and thus reducing the use of insecticides (AZ 35949)</li> <!-- /wp:list-item --> <!-- wp:list-item --> <li>Like fruit and wine growing, hop growing also has to contend with pests: spider mites, which favour warm and dry conditions and could become an even greater threat as a result of climate change. Plant protection products from the acaricide group are used to protect hops - but with environmentally harmful effects and increasing spider mite resistance. The aim of the DBU-funded project is to minimise the use of acaricides (AZ 35937)</li> <!-- /wp:list-item --></ul> <!-- /wp:list --></div> <!-- /wp:wordpress-dbu/dbu-container -->' order by reihe

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Spagat Pflanzenschutz: Wie die Sicherung von Nahrung und Natur gelingt