Solarlicht fĂŒr EntwicklungslĂ€nder

Mehr als 2 Milliarden Menschen steht kein elektrischer Strom und damit keine elektrische Beleuchtung zur VerfĂŒgung.
Die Zahl der Petroleumlampen allein in Afrika wird auf mehr als 50 Millionen geschätzt. Petroleumlampen liefern nur schwaches Licht und setzen gleichzeitig gesundheitsschädigende Rußpartikel und unangenehme Gerüche frei. Eine Lampe verbraucht etwa drei Liter Petroleum oder Kerosin monatlich, was zu einer jährlichen Emission von etwa 80 Kilogramm Kohlendioxid führt.

Gesundheits- und umweltfreundliche Beleuchtung
Schüler der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land haben gemeinsam mit kompetenten Partnern der Ausbildungsbetriebe eine gesundheits- und umweltfreundlichere Alternative entwickelt: die mobile Solarlampe SOLAR 2000-LED.
Gegenüber der Petroleumlampe zeichnet sie sich durch bis zu fünfmal helleres Licht aus. Kohlenstoffdioxid und andere gesundheitsschädigende Stoffe treten nicht mehr auf. Die Anschaffungskosten sind zwar hoch, es fallen jedoch keine Brennstoffkosten mehr an.

Soziale Verantwortung
Der Verein solarprojekt-freilassing e. V. versendet Bausätze und Werkzeuge für die Montage der SOLAR 2000-LED in Entwicklungsländer und bildet sowohl Projektbeauftragte in Freilassing als auch die Werkstattmitarbeiter vor Ort aus. Ein bedeutendes Ergebnis des sozialen Engagements des Vereins ist die Einrichtung von Werkstätten für Solartechnik in Tansania und Mali. Dadurch werden dauerhaft Arbeitsplätze und Reparaturmöglichkeiten geschaffen.

Finanzielle Einbeziehung der Nutzer
Der Gesamtpreis der SOLAR 2000-LED von etwa 100 € oder mehr – zusätzlich zu den reinen Bausatzkosten kommen noch Kosten für Verpackung, Transport, gegebenenfalls Zoll, die Montage, etc. – ist für die Menschen in Entwicklungsländern kaum finanzierbar.
Erfahrungen mit einem Leasingsystem haben zur Konzeption eines Mietsystems geführt, das nun bereits erfolgreich angelaufen ist:
Von den Nutzern der Solarlampen kann bei Übergabe je Lampe eine Kaution und danach eine monatliche Mietgebühr bezahlt werden. Diese Mietgebühr (in Tansania beispielsweise 2 € pro Monat) ist niedriger als die Kosten, die bisher für Kerosin oder Petroleum aufzuwenden waren und beinhaltet gleich-zeitig die gesamten Wartungskosten.


Projektthema
Solarlicht für Entwicklungsländer

Projektdurchführung
solarprojekt-freilassing e. V.
Predigtstuhlstraße 46
83395 Freilassing
Telefon 08654|2749
Telefax 08654|2749
www.solarprojekt-freilassing.de
siegfried.popp@t-online.de
Arbeitsplatz in der Solarwerkstatt in Kondoa (Tansania)