GrĂŒne Strategie fĂŒr Jugendherbergen

Nachhaltiges Unternehmenskonzept fĂŒr DJH-Landesverband

Nachhaltigkeitsmanagement – nur etwas für Wirtschaftsunternehmen?

Ganz und gar nicht! Dieser Meinung ist das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH). Daher entwickelt es ein nachhaltiges Unternehmenskonzept für den DJH-Landesverband Unterweser-Ems e. V. Das Konzept beinhaltet eine umfassende IST-Analyse zur Energieeffizienz und zur Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>)-Bilanz für die Jugendherbergen im Nordwesten Deutschlands. Dienstleistungen und Güter wie zum Beispiel Kaffee werden auf ihre Umwelt- und Sozialverträglichkeit geprüft, bevor sie beschafft und angeboten werden. Auch das Programmangebot wird noch stärker auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgerichtet. Dafür wurde das Projekt im Rahmen der UN-Dekade BNE ausgezeichnet.

 

 

Traditionen pflegen, Zukunft mitgestalten: »Erlebnis Nachhaltigkeit«

Die Tradition des DJH, wirtschaftliche Entwicklung mit sozialen und ökologischen Zielen zu verknüpfen, wird nun durch eine Nachhaltigkeitsstrategie sichtbar gemacht und zeitgleich ausgebaut. Konkrete Ziele und Kennzahlen in den verschiedenen Unternehmens-
bereichen, von der Beschaffung, über die Personalentwicklung bis hin zur BNE, machen Nachhaltigkeit messbar und transparent. Durch das Erreichen dieser Ziele setzen die Jugendherbergen neue Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften. Das anhand von den Pilotjugendherbergen Alfsee, Bad Iburg, Borkum, Bremen, Lingen und Norderney für weitere 30 Jugendherbergen im Nordwesten erprobte Konzept gilt als Modellvorhaben. Es wird zusammen mit dem DJH Hauptverband durchgeführt und dient als Beispiel für das gesamte DJH mit seinen 14 Landesverbänden und über 500 Jugendherbergen deutschlandweit.

 

 

»Je kleiner, desto besser«

Dieses Motto gilt für den sogenannten »CO<sub>2</sub>-Fußabdruck« der Jugendherbergen: Der CO<sub>2</sub>-Ausstoß soll mit gezielten Maßnahmen so weit wie möglich verringert werden. Der bisherige Betrieb von Gebäuden und Anlagen wird genau »unter die Lupe« genommen. Bei Renovierung und Neubau wird auf konsequente Dämmung und moderne Heiztechnik geachtet, und bei elektronischen Geräten werden, wo möglich, Zeitschaltuhren verwendet. Zudem können sich die Gäste informieren, wie sie sich energiesparend verhalten können. Ziel der Jugendherbergen ist es, nur noch Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen einzusetzen. Über die Verbesserung des eigenen Rohstoffmanagements hinaus leisten einige Jugendherbergen zusätzlich Ausgleichszahlungen an internationale Entwicklungsprojekte.

 

 

Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln

Die Jugendherbergen prüfen laufend, welche Einsparmöglichkeiten es in den Häusern gibt. Sparen bedeutet dabei nicht zwingend verzichten: Zum Beispiel wird mit wassersparenden Armaturen der Wasserverbrauch erheblich gesenkt – und trotzdem wird alles und jede(r) sauber wie gewohnt. Auch Abfall wird eingespart, indem unnötige Verpackung vermieden und anfallender Müll getrennt wird. Solche und weitere Einzelaktivitäten der sechs Modellstandorte werden erfasst und systematisch für andere Standorte nutzbar gemacht. Herbergsleitungen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in der Umsetzung des nachhaltigen Unternehmenskonzeptes geschult und einige von ihnen als Multiplikator ausgebildet. Sie beraten über das Programmangebot der Jugendherbergen im Sinne der UN-Dekade BNE.

 

 


 

Projektthema
Nachhaltiges Unternehmenskonzept für DJH-Landesverband

 

Projektdurchführung
Deutsches Jugendherbergswerk
Die JugendHerbergen gGmbH
Landesverband Unterweser-Ems e. V.
Woltmershauser Allee 8
28199 Bremen
www.nordwesten.jugendherberge.de
babette.pieper@jugendherberge.de


AZ 27973

Je kleiner der »CO2-Fußabdruck« der Jugendherbergen, desto besser.
Die Jugendherbergen achten konsequent auf MĂŒllvermeidung und -trennung.