Newsletter des Stipendienprogrammes v. 30.09.2010

Infos aus dem Stipendienprogramm - Nr. 40 - Ausgabe III 2010

Newsletter Intern

Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten,

wir haben wieder einige wichtige und interessante Informationen für Sie im vor Ihnen liegenden Newsletter zusammengetragen. Dazu gehört – wie immer im September – die Ankündigung zur Verleihung des Deutschen Umweltpreises in Bremen, diesmal mit Symposium und natürlich dem Stipendiatentreffen.

Aber es sind auch wieder Beiträge von Stipendiaten dabei (zur Nachahmung empfohlen...), über die wir uns natürlich sehr freuen. Darüber hinaus gibt es interessante Ergebnisse zur Umfrage über den beruflichen Werdegang ehemaliger Stipendiaten usw.

Viel Spaß beim Lesen und auf Wiedersehen in Bremen wünscht

Dr. Volker Wachendörfer
für das Stipendienprogramm-Team

Die Bremer Stadtmusikanten

Neue und abgeschlossene Stipendien

Folgende Listen sind für Sie verfügbar:

In der Zeit vom 01. Juli 2010 bis 30. September 2010 sind 24 StipendiatInnen neu in die Förderung gekommen:

In der Zeit vom 01. Juli 2010 bis 30. September 2010 lief für 38 StipendiatInnen die Förderung aus.

Neue Stipendiaten national: 15Neue Stipendiaten international: 18Ausgeschiedene Stipendiaten national: 23Ausgeschiedene Stipendiaten international: 6

Von 16 Stipendiaten erfuhren wir, dass sie ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen haben. Das Referat Stipendienprogramm der DBU gratuliert ganz herzlich!

Liste Promotion

Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2010/Stipendiatentreffen

Am 31. Oktober 2010 wird der Bundespräsident im Rahmen einer Festveranstaltung im Musical Theater Bremen den Deutschen Umweltpreis verleihen.

Träger des diesjährigen Umweltpreises sind die Gründer der Firma Clean-Lasersysteme (Herzogenrath), Dr. Winfried Barkhausen und Edwin Büchter, und der Mitgeschäftsführer des Öko-Instituts (Freiburg), Dr. Rainer Grießhammer.

Mit dem Ehrenpreis wird der ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, für sein internationales Umweltschutzengagement geehrt. Weitere Informationen zum Deutschen Umweltpreis 2010 erhalten Sie hier.

Am Vorabend der Festveranstaltung zur Verleihung des Deutschen Umweltpreises gibt es wieder das traditionelle Treffen aktueller und ehemaliger Stipendiatinnen und Stipendiaten. Das Treffen wird am Samstag, den 30.10.2010 ab 19.00 Uhr im Restaurant brill bel ètage, Hutfilterstr. 24, 28195 Bremen, stattfinden.

Nach bewährtem Modell wird die DBU zum abendlichen Büfett einladen. Die Getränke müssen in jedem Fall selbst finanziert werden. Anmeldungen können noch bis zum 08.10.2010 bei Frau Christine Busch erfolgen: telefonisch unter 05 41/96 33-3 01 oder per E-Mail (E-Mail-Adresse siehe unten).

Musical Theater Bremen

Des Weiteren findet am Samstag, den 30.10.2010, um 11.15 Uhr das Symposium „Mobilität der Zukunft – Realität & Vision“ des Rates der Umweltpreisträger im Swissộtel Bremen statt. Interessierte können sich gerne bei Frau Nina Weichselfelder anmelden (E-Mail-Adresse siehe unten). Die Teilnahmekosten für aktuelle und ehemalige Stipendiaten übernimmt die DBU. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem pdf-Dokument.

Bitte beachten Sie die attraktiven Sonderkonditionen der Deutschen Bahn zur Anreise zum Deutschen Umweltpreis 2010 hier.

Christine Busch
fĂĽr das Stipendienprogramm-Team

Symposium "Mobilität der Zukunft - Realität & Vision"Mail: E-Mail-Adresse Christine BuschMail: E-Mail-Adresse Nina Weichselfelder

Stipendiatenseminar Bad Bederkesa

Vom 23. bis 26.08.2010 fand das 101. Stipendiatenseminar im Evangelischen Bildungszentrum in der Heimvolkshochschule Bad Bederkesa statt. Da nur 19 Stipendiatinnen und Stipendiaten teilnahmen, lief das Seminar nur bis Donnerstagnachmittag, was von einigen Stipendiaten bedauert wurde.

Gleichwohl war das Programm nicht allzu dicht gepackt. Die Exkursion am Mittwochvormittag führte uns – tidebedingt bereits um 07.00 Uhr – ins Niedersächsische Wattenmeer. Bei frischen Temperaturen, einer steifen Brise und einigen Regenschauern ließ sich aber auch die Sonne zuweilen blicken. Typisches Regenbogenwetter... (siehe Foto).

Die sehr interessante und abwechslungsreiche Wattwanderung wurde nach kurzer Aufwärmphase ergänzt durch eine mikroskopische Analyse von gefangenen Wattorganismen und die Analyse eines Kutterbeifangs. Am Mittwochabend wurde dann noch eine spontane Exkursion zur Sail 2010 nach Bremerhaven eingeschoben.

Alles in allem ein sehr harmonisches, aber auch beeindruckendes Seminar – dies nicht nur was die großen Windjammer in Bremerhaven angeht, sondern auch wegen der wirklich tollen Präsentationen der Stipendiaten! Nicht unerwähnt bleiben soll auch die perfekte Organisation in der Heimvolkshochschule. Jedenfalls freue ich mich schon auf das nächste Seminar und das tun – nach Auswertung der Evaluationsbögen – auch die Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Dr. Volker Wachendörfer
für das Stipendienprogramm-Team

Wattwanderung im Rahmen des Stipendiatenseminars in Bad Bederkesa

Herbstsymposium "Naturschutz im neuen Jahrzehnt - Ziele und Strategien"

Am 25. und 26. November 2010 findet in Benediktbeuern das Herbstsymposium zum Thema "Naturschutz im neuen Jahrzehnt – Ziele und Strategien" statt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Die Teilnahme fĂĽr aktuelle und ehemalige Stipendiaten wird ĂĽber die DBU finanziert.

Dr. Volker Wachendörfer
fĂĽr das Stipendienprogramm-Team

Zentrum fĂĽr Umwelt und Kultur Benediktbeuern

Alumni-Workshop

In der Katholischen Landvolkhochschule Oesede in Georgsmarienhütte fand in der Zeit vom 06. bis zum 08. August 2010 nun schon zum zweiten Mal der Alumni-Workshop des Stipendienprogramms statt. Neben Mitarbeitern der DBU (Dr. Hedda Schlegel-Starmann, Dr. Nicole Freyer, Christiane Grimm, Esther Kleine und Sonja Beiderwellen) sowie Herrn Dr. Lay nahmen Vertreter der Alumni-Netzwerke der DBU teil.

In diesem Jahr waren Alumni-Vereinigungen aus den folgenden sieben Ländern vertreten: Ungarn (Borbala Galos, Geza Gyimothy), Polen (Karol Mrozik, Wieslawa Dyki), Litauen (Virginija Skorupskaite, Kiril Kazancev), Lettland (Agris Barkans, Darja Markova), Tschechien (Tereza Vosahlikova, Marcela Krenkova), Bulgarien (Vanya Ratarova, Tsvetelina Simeonova) und Deutschland (Dr. Sonja Schmidt, Dr. Marie-Luise Braun).

Der Workshop begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde der einzelnen Netzwerke und ihrer Aktivitäten. Der Einstieg in die Diskussion erfolgte mit einem Impulsvortrag von Matthias Notz von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Herr Notz beschäftigt sich seit Jahren mit dem Alumni-Management und hat bereits weitere Alumni-Vereinigungen erfolgreich aufgebaut. Sein Vortrag mit dem Titel „Strategien, Instrumente und organisatorische Einbettung des Alumni-Managements“ enthielt viele praxisnahe Anregungen zur Alumni-Arbeit der einzelnen DBU-Netzwerke.

Vor dem Hintergrund dieser Vorschläge diskutierten die Teilnehmer im Anschluss Instrumente und Erfolgsfaktoren für das Alumni-Management sowie Organisation, Angebote und Möglichkeiten von und für Alumnis. Zwischendurch hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, in dem hauseigenen Niedrigseilgarten frische Ideen zu entwickeln oder einfach neue Kräfte zu sammeln.

Am Ende identifizierten die Teilnehmer drei Instrumente beziehungsweise Aktivitäten, die bei der Alumni-Arbeit als besonders bedeutsam empfunden werden. Wichtig ist es, früh anzusetzen und schon bei dem Einführungsseminar mit den neuen Stipendiaten Kontakt aufzunehmen. Außerdem machen die Etablierung von Ritualen sowie regelmäßige Treffen die Alumni-Arbeit effektiver. Persönliche Kontakte sind also – trotz moderner Kommunikationsmittel – weiterhin entscheidend, um Netzwerke zu aktivieren und zu erhalten.

Alles in allem ein produktiver, interessanter Workshop mit dem Wunsch der Teilnehmer, einen solchen Workshop regelmäßig zu veranstalten.

Esther Kleine & Dr. Nicole Freyer
für das Stipendienprogramm-Team

Alumni-Workshop Oesede August 2010

Was wird aus den DBU-Promotionsstipendiaten?

In diesem Jahr wurde ein Fragebogen an ehemalige, per E-Mail erreichbare DBU-Promotionsstipendiaten verschickt. Interessiert haben uns der persönliche Rückblick der Stipendiaten auf das Stipendium, aber auch der berufliche Verbleib und die fachlichen Kompetenzbereiche unserer ehemaligen Stipendiaten.

Von allen angeschriebenen Stipendiaten haben 43 % den Fragebogen zurückgeschickt. An dieser Stelle erneut herzlichen Dank an alle, die mitgemacht und einen Fragebogen ausgefüllt haben!

Herausgekommen ist, dass über die Hälfte (53 %) der ehemaligen Stipendiaten als wissenschaftliche oder technische Mitarbeiter tätig sind. 31 % bekleiden eine Führungsposition, 4 % sind Professor oder Professorin.

Der größte Teil (76 %) unserer Ehemaligen arbeitet in einem Angestelltenverhältnis. Dazu kommen 11 %, die selbstständig tätig sind, und 11 %, die als Beamte arbeiten. Überwiegend arbeiten unsere Stipendiaten in unbefristeten Arbeitsverhältnissen (57 %). 43 % haben einen befristeten Vertrag. Der Arbeitsort ist zu etwa 80 % Deutschland. Jeweils ungefähr 10 % arbeiten im Ausland oder teilweise im In-, teilweise im Ausland.

Fast die Hälfte (49 %) arbeiten weiterhin im Bereich der Forschung, 33 % in der Wirtschaft, 7 % in der Verwaltung und 4 % in den Medien. Das spiegelt sich auch in den Branchen wieder, in denen unsere ehemaligen Stipendiaten aktiv sind. Am häufigsten arbeiten sie in der Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und der Medizin. Fast ebenso viele arbeiten im Umwelt- und Naturschutz.

Die Kompetenzbereiche der Befragten sind erwartungsgemäß breit gefächert. Jeder Bereich, der zur Auswahl stand, wurde mindestens einmal genannt. Außerdem nannten die Befragten zusätzlich 65 Gebiete, auf denen sie sich auskennen. Der am meisten genannte Bereich ist die Ökologie.

Bei mehr als zwei Dritteln unserer Ehemaligen gibt es einen Zusammenhang zwischen ihrem Dissertationsthema und ihrer aktuellen Beschäftigung. Bei noch mehr Befragten (81 %) besteht ein Zusammenhang zwischen dem Thema Umwelt allgemein und ihrer aktuellen Beschäftigung.

Über die Hälfte der ehemaligen Stipendiaten findet, dass sie von der ideellen Förderung profitiert haben. Wenn sie an die Stipendienzeit zurückdenken, verbinden die meisten interdisziplinären Austausch, interessante Personen und Seminare, aber auch finanzielle Unabhängigkeit mit ihrer Förderung. Besonders häufig wurden als positive Erinnerung die Stipendiatenseminare und das hohe Maß an persönlicher Freiheit genannt.

Fast zwei Drittel haben entweder manchmal oder sogar oft Kontakt zu anderen ehemaligen Stipendiaten. Das freut die DBU natĂĽrlich besonders.

Insgesamt haben wir viele konstruktive Anregungen zur Ausgestaltung des Stipendienprogramms bekommen, die wir – wo möglich – gerne aufgreifen werden. Es gab aber auch viel Zuspruch und Bestätigung.

Esther Kleine & Dr. Hedda Schlegel-Starmann
fĂĽr das Stipendienprogramm-Team

Abschlussveranstaltung Stipendienschwerpunkt "Nachhaltige Bioprozesse"

Im Stipendienschwerpunkt „Nachhaltige Bioprozesse“ wurden und werden 17 Stipendiatinnen und Stipendiaten zwischen Januar 2007 und Dezember 2010 gefördert. Sie beschäftigen sich mit umweltrelevanten und umsetzungsorientierten Forschungsfragen im Vorfeld der Implementierung von ökologisch vorteilhaften und ökonomisch rentablen Bioprozessen in der Industrie und kooperieren in einem interdisziplinären Verbund eng miteinander. Zwei Dissertationen wurden bereits erfolgreich verteidigt; eine Reihe weiterer sind eingereicht.

Am 17. und 18. Dezember 2010 findet das letzte Treffen des Schwerpunktes unter Beteiligung aller Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie ihrer wissenschaftlichen Betreuer statt, und zwar im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung. Einige Stipendiaten werden einen kurzen Vortrag zu ihrem Promotionsthema halten. Darüber hinaus kommen natürlich die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Koordinatoren des Schwerpunkts zu Wort sowie Projektpartner aus dem Förderbereich Biotechnologie der DBU und Firmenvertreter.

Am Thema „Weiße Biotechnologie“ interessierte Stipendiatinnen und Stipendiaten der DBU sind zu dieser Veranstaltung natürlich herzlich willkommen! Bei Interesse melden Sie sich unter der E-Mail-Adresse von Frau Plogmann (siehe unten). Sie erhalten dann etwa in der zweiten Oktoberhälfte eine Einladung mit Programm.

Dr. Hedda Schlegel-Starmann
fĂĽr das Stipendienprogramm-Team

Mail: E-Mail-Adresse Beate Plogmann

Auszeichnung fĂĽr Dr. Frank Jauker

Die Dissertation von Dr. Frank Jauker wurde mit dem Ludwig-Jungermann-Preis ausgezeichnet. Die DBU gratuliert ganz herzlich!

Die Pressemitteilung zur Verleihung des Ludwig-Jungermann-Preises finden Sie hier.

Dr. Hedda Schlegel-Starmann
fĂĽr das Stipendienprogramm-Team

Dr. Frank Jauker

Auszeichnung fĂĽr Dr. Annekatrin Dreyer

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zeichnete Dr. Annekatrin Dreyer am 8. September 2010 in Dessau aus. Der Preis der GDCh-Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie wird jährlich mit einem gestifteten Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro an zwei herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Fachgebiet vergeben.

Dr. Annekatrin Dreyer untersuchte im Rahmen ihres DBU-Promotionsstipendiums den weltweiten Transport von bestimmten Schadstoffen, den so genannten polyfluorierten organischen Verbindungen (PFCs), über die Atmosphäre in die Umwelt.

Wir gratulieren zu diesem Preis. Näheres zu der ausgezeichneten Arbeit finden Sie hier.  

Dr. Maximilian Hempel
fĂĽr das Stipendienprogramm-Team

Dr. Annekatrin Dreyer

Beitrag Sabine SchĂĽckel

"Aliens in der Nordsee" - der Gespensterkrebs Caprella mutica erobert die sĂĽdliche Nordsee

Sein Name klingt wie aus einem Gruselmärchen: der "Pazifische Gespensterkrebs" Caprella mutica stammt ursprünglich aus den Küstengewässern Nordostasiens (Abb. 1). Wahrscheinlich als blinder Passagier über Ballastwasser eingetragen, wurde diese invasive Art erstmalig 1994  in europäischen Gewässern in den Niederlanden entdeckt (Cook et al., 2007). Von immer mehr Funden an den Küsten Norwegens, Schottlands, Belgiens und rund um Helgoland und Sylt wurde seitdem berichtet. Nun hat die invasive Art auch den Jadebusen erreicht.

Eine ganzjährige Reproduktion, flexible Ernährungsstrategie und eine breite Toleranz gegenüber Salzgehalt und Temperatur macht diese invasive Art besonders konkurrenzfähig. Außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes ist Caprella mutica vor allem an künstlich angelegten Hartsubstraten, wie Buhnenanlagen, Bojen, Fischkäfigen oder Muschelfangleinen gefunden worden und erreichte Dichten von mehr als 300.000 Individuen pro m². Dieses unerwünschte Anheften von Organismen an marinen Oberflächen wird als "Fouling" bezeichnet.

Abb. 1 Caprella mutica (Männchen) Mit bis zu 50 mm Körperlänge ist C. mutica deutlich größer als die heimische Gespensterkrebsart Caprella linearis.

Eine derartige "Fouling-Gemeinschaft" wurde nun auch erstmalig im Sommer 2009 am NWO Terminal in Wilhelmshaven, südlich des neu erbauten Jade-Weser Ports gefunden.  Dabei handelt es sich um dichte Kolonien von Nestern zweier röhrenbauender Flohkrebsarten (Jassa marmorata, Corophium acherusicum) und der daran in Massen anheftenden Caprella mutica (Abb. 2).

Änderungen in der Strömungsgeschwindigkeit und Sedimentzusammensetzung, verursacht durch den Bau des Tiefseewasserhafens, vermuten wir als Ursache für die Besiedlung dieser Fouling-Gemeinschaft.

Welche Auswirkungen und ökologische Konsequenzen eine massive Besiedlung dieser Fouling-Gemeinschaft auf die heimische Fauna hat und welche möglichen Schäden ihre dichte Besiedlung auf Hafenanlagen und Buhnen hat, ist zurzeit schwer abzuschätzen, soll aber Ziel weiterer Untersuchungen sein.

Sabine SchĂĽckel (DBU-Stipendiatin) & Ulrike SchĂĽckel

FĂĽr mehr Infos siehe Publikation:

SchĂĽckel U., SchĂĽckel S., Beck, M. und Liebezeit, G. (2010). New range expansion of Caprella mutica Schurin, 1935 to the German coast, North Sea

Aquatic Invasions (2010) Volume 5, Supplement 1: S85-S89

doi: 10.3391/ai.2010.5.S1.018

Abb.2 Massenbesiedlung von C. mutica an einem kĂĽnstlichen Holzpanel
Abb.2 Massenbesiedlung von C. mutica an einem kĂĽnstlichen Holzpanel

Beitrag Mara Meske/Marcus Lau

Ehemalige DBU-Stipendiaten veröffentlichen interdisziplinären Artikel zu Naturschutzrecht und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Ein effektiver Umweltschutz bedarf eines integrativen Ansatzes. So fördert und unterstützt denn auch die DBU nicht nur technisch-naturwissenschaftliche Innovationen, sondern legt ihr Augenmerk auch auf die gesellschaftlich-geisteswissenschaftliche Dimension des Umweltschutzes. Gerade diesem Aspekt sind Rechtsanwalt Marcus Lau und Dipl.-Päd. Mara Meske in einem gemeinsamen Beitrag in der im Springer-Verlag erscheinenden renommierten juristischen Fachzeitschrift „Natur und Recht“ nachgegangen. Nähere Informationen hier. 

Beide sind ehemalige Stipendiaten der DBU. In ihrem interdisziplinären Aufsatz geht es zum einen um den Beitrag, den eine Bildung für nachhaltige Entwicklung zur Verbesserung einer dem Umweltschutz aufgeschlossenen Haltung in der Bevölkerung leisten kann. Zum zweiten wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Bildung für nachhaltige Entwicklung bereits eine rechtliche Verankerung erfahren hat und – was unter Finanzierungsgesichtspunkten bedeutsam ist – inwieweit sich Instrumente des klassischen Naturschutzrechts einsetzen lassen, um verstärkt auch Maßnahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Einsatz zu bringen und so Synergieeffekte nutzen zu können.

Es wird gezeigt, dass eine Bildung für nachhaltige Entwicklung großen Einfluss auf die Einstellung eines Menschen zu seiner natürlichen Umwelt hat. Dadurch trägt sie dazu bei, die Akzeptanz umweltrechtlicher Vorgaben zu steigern und so das gerade im Umweltrecht immer wieder festgestellte sog. Vollzugsdefizit (Vorschriften werden nicht beachtet) zu minimieren. Außerdem wird gezeigt, dass vielfältige Synergiemöglichkeiten mit den Instrumenten des klassischen Naturschutzrechts bestehen, die genutzt werden sollten.

Mara Meske (ehemalige DBU-Stipendiatin) & Marcus Lau (ehemaliger DBU-Stipendiat)

MOE-Austauschstipendienprogramm

16 neue Stipendiaten aus Mittel- und Osteuropa in der Förderung

Im September haben 16 Stipendiaten aus Ungarn (10), Rumänien (4), Kroatien (1) und der Slowakei (1) ihren Forschungsaufenthalt in Deutschland angetreten. Die ersten vier Tage ihres Aufenthalts verbrachten die Hochschulabsolventen beim Einführungsseminar in der Nähe von Osnabrück. Neben einem Besuch in der Geschäftsstelle der DBU erhielten die Stipendiaten eine Führung in der DBU-geförderten Erlebnisausstellung „Bodentier-Bodenschutz“ als Verbindung zwischen Zoo und Naturkundemuseum Osnabrück.

Die nächsten 6 bis 12 Monate werden die Stipendiaten in Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen verbringen.

Dr. Nicole Freyer
fĂĽr das Stipendienprogramm-Team

 

MOE-EinfĂĽhrungsseminar September 2010

Urkundenzeremonie in Ungarn

Am Samstag, den 14.08.2010, fand die Verleihung der Stipendien für 12 neue ungarische Stipendiaten in der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer in Budapest statt. An der Zeremonie nahm der Geschäftsführer der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer Herr Brennauer, Herr Professor Bercik von der Ungarischen Akademie für Wissenschaften, Herr Huba vom Ministerium für Energie und Frau Dr. Freyer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt teil. Die Veranstaltung wurde vom Netzwerk der ehemaligen ungarischen Stipendiaten organisiert.

Dr. Nicole Freyer
fĂĽr das Stipendienprogramm-Team

 

Urkundenzeremonie Ungarn August 2010

10. bis 12. September 2010 – Jährliches Treffen des bulgarischen Alumni-Netzwerks

Am Wochenende vom 10. bis 12. September 2010 fand das erste jährliche Treffen des bulgarischen Alumni-Netzwerks der DBU statt, an dem 7 Altstipendiaten und die bulgarische Koordinatorin Vanya Ratarova teilgenommen haben. Das Programm haben Tsvetelina Simeonova und Dessislava Parvanova in der wunderschönen kleinen bulgarischen Stadt Sozopol – eine historische Denkmalstadt am Schwarzen Meer – organisiert.

Das Treffen begann mit einem Impulsvortrag über Strategien, Instrumente und Erfolgsfaktoren für das Alumni-Management. Die wichtigsten Ergebnisse aus dem DBU-Alumni-Workshop 2010 wurden auch vorgestellt. Die Teilnehmer haben über Organisation, Angebote und Möglichkeiten von und für das bulgarische Alumni-Netzwerk diskutiert. Alle waren sehr begeistert und haben sich aktiv an der Erarbeitung der zukünftigen Strategie und Ziele des Netzwerks beteiligt.

Viele neue Aktivitäten für das kommende Jahr wurden geplant – das nächste Jahrestreffen zum Thema Wasser im Juni 2011, eine Zeremonie zur Urkundenverleihung im April 2011, Informationstage zum MOE-Austauschprogramm an bulgarischen Universitäten im Mai 2011 und vieles mehr. Die neue Webseite des bulgarischen Netzwerks wurde auch präsentiert und ist offiziell gestartet. Nähere Informationen finden Sie hier.

Am Nachmittag fand ein Besuch des Informationszentrums der regionalen Umweltbehörde und eine Wanderung durch das Reservat Ropotamo in der Nähe des Strandja Gebirges statt.

Am zweiten Tag fand die Vorstandswahl statt. Frau Tsvetelina Simeonova wurde als Vorsitzende des Netzwerks gewählt. Stellvertretende Vorsitzende ist Frau Dessislava Parvanova, die verantwortlich für die internationalen Beziehungen sein wird. Herr Stanislav Zahov wurde drittes Mitglied des Alumni-Vorsitzenden-Teams und wird die beiden Damen unterstützen. Wir begrüßen herzlichst den neuen Vorstand und wünschen ihm eine erfolgreiche und angenehme Arbeit.

Das Treffen endete mit einer Besichtigung des Informations- und Besucherzentrums des Natura-2000 Gebietes PODA.

Alle Altstipendiaten, die persönlich in Sozopol nicht teilnehmen konnten, hatten die Möglichkeit, mit einem Fragebogen ihre Ideen und Meinungen weiterzugeben. Herzlichen Dank an alle!

Desislava Parvanova
ehemalige MOE-Stipendiatin

Alumni-Treffen Bulgarien September 2010

Herbstseminar der ehemaligen und aktuellen Stipendiaten in Polen

In der Zeit vom 23. bis 26.09.2010 fand das diesjährige Herbstseminar in Jachranka (35 km westlich von Warschau) statt. Neben 50 aktuellen und ehemaligen Stipendiaten nahmen auch wieder der ehemalige polnische Umweltminister Professor Nowicki und seine Familie an dem Seminar teil.

Wie bereits in den vergangenen Jahren stellten am Freitag die 14 aktuellen Stipendiaten der 13. Edition ihre Forschungsvorhaben vor. Samstag fand eine Exkursion in die Umgebung Jachrankas statt, ein Umweltmobil (DBU-Projekt) wurde vorgestellt und es wurde eine Diskussionsrunde zu aktuellen Umweltproblemen mit Professor Nowicki durchgefĂĽhrt. Traditionell klang das Seminar mit einem Lagerfeuer am Samstagabend aus.

Dr. Nicole Freyer
fĂĽr das Stipendienprogramm-Team

 

Aktivitäten UNetS

Liebe Stipendiaten, liebe ehemalige Stipendiaten,

nicht mehr lange, dann steht die nächste Umweltpreisverleihung vor der Tür. Und damit auch einige Aktivitäten des UNetS.

Zunächst aber ein kleiner Rückblick: Anfang August hatten die Mitarbeiter des Stipendienprogramms zu einem Treffen der Alumni-Netzwerke in Oesede bei Osnabrück eingeladen. Zwei Vertreter des UNetS-Vorstandes – Sonja Schmidt und Marie-Luise Braun – waren beim Abschlusstag dabei und legten die derzeitige, etwas schwierige Situation des UNetS dar, die von Gedanken um eine Erneuerung des Vorstands und die künftige Ausrichtung des UNetS geprägt ist. Um die Zusammenarbeit und die Ausrichtung der Netzwerke zu unterstützen, hatte der Vorstand im Vorfeld ein Impulspapier erarbeitet und es sowohl an die Vertreter des Stipendienprogramms als auch an die Vertreter der ausländischen Netzwerke versendet.

Am Vortag der Umweltpreisverleihung lädt das UNetS auch dieses Jahr nicht nur seine Mitglieder, sondern alle Stipendiaten und Alumni zur Stadtführung ein. Am Samstag, 30. Oktober 2010, wird es durch die Hansestadt Bremen gehen – zum Bremer Roland, ins Schnoorviertel, zum Dom und zur Liebfrauenkirche. Für die Mitglieder trägt das UNetS die Kosten der Führung. Für Nicht-Mitglieder erheben wir den geringen Beitrag von 3 Euro. Wir planen den Start der Führung um 15.00 Uhr. Wann genau und wo es losgeht, erfahrt ihr nach eurer Anmeldung. Anmeldeschluss ist am Freitag, 1. Oktober. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail (E-Mail-Adresse siehe unten).

Nach der FĂĽhrung sind alle Stipendiaten um 17.00 Uhr herzlich zu einem offenen UNetS-Treffen eingeladen. Um 17.30 Uhr geht diese Veranstaltung in unsere Jahresversammlung ĂĽber. AuĂźer den UNetS-Mitgliedern sind natĂĽrlich auch alle anderen Stipendiaten willkommen.

Dieses Jahr wird es um die Zukunft des UNetS gehen. So sind zwei neue Vorstandsposten zu besetzen – und die Frage steht im Raum, ob das UNetS weiter bestehen wird. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Mitglieder und Stipendiaten sich einbringen und mit uns diskutieren, wie es mit dem UNetS weitergehen kann.

Das Ende der Versammlung ist um 19.00 Uhr, denn dann beginnt das Treffen, zu dem die DBU Stipendiaten und Alumni einlädt. Veranstaltungsort der UNetS-Versammlung und des Stipendiatentreffens ist das Restaurant brill bel étage, Hutfilterstr. 24, 28195 Bremen.

Mehr zum UNetS findet ihr hier.

Wir freuen uns auf euch!
FĂĽr den Vorstand
Dr. Marie-Luise Braun

UNetS-Logo
Mail: E-Mail-Adresse UNetS-StadtfĂĽhrung

DBU-Logo

Das aktuelle DBU-Logo für StipendiatInnen finden Sie hier.

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