DBU aktuell Nr. 5 | 2020

Informationen aus der Fördertätigkeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

10.000. DBU-Projekt vereint Artenschutz und Energiewende

Seit beinahe 30 Jahren fördert die DBU innovative und umweltentlastende Modellprojekte. Im Juni erreichte die Förderung einen weiteren Meilenstein: 10.000 geförderte Projekte! Nummer 10.000 ist das Evaluierungssystem für eine umweltfreundliche und landschaftsverträgliche Energiewende (EULE) – ein Projekt der regionalwerke, Bodenkirchen, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising sowie Prof. Schaller UmweltConsult, München.

Energie ernten und gleichzeitig die Artenvielfalt fördern, das war die Ausgangsidee von Projektleiter Andreas Engl. Für den Umwelt- und Energiemanager ist ein Solarfeld in der Landschaft ein vom Menschen geprägtes Ökosystem, dessen lebende Komponenten Mensch, Pflanze und Tier von den Faktoren Boden, Wasser und Luft gleichermaßen versorgt werden müssen und wechselseitig miteinander agieren. So entstehe ein Ökosystem mit einer dem Standort entsprechenden Artenvielfalt. Sein eigenes Solarfeld diente Engl als Versuchsobjekt, als er es mit Streuobstwiesen, Hecken, Feuchtgebieten, Nistkästen und Trockenmauern einrahmte, um eine möglichst hohe Strukturvielfalt zu erzielen. Er stellte fest, dass eine sinnvolle Doppelnutzung der Fläche entstehe, sowohl für die Artenvielfalt als auch für die Energieproduktion. „In einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland ist das besonders wichtig, wenn wir die Natur erhalten und gleichzeitig die Energiewende schaffen wollen“, fasst Engl zusammen.

„Um dem Klimawandel begegnen zu können und das nachhaltige Versorgen mit erneuerbarer Energie in Deutschland und der ganzen Welt zu erreichen, brauchen wir möglichst zeitnah zahlreiche solcher dezentralen Solar- oder Windparks“, unterstreicht auch Dr. Volker Wachendörfer vom DBU-Referat für Naturschutz. „Die Vorteile der erneuerbaren Energien für Mensch und Natur kommen dabei nur selten zur Sprache. Das führt in manchen Fällen zu recht einseitigen Protesten, wenn es um das Planen von Solarparks oder Windrädern geht. Dabei kann man Naturschutz und erneuerbare Energien miteinander verbinden.“

Hier setzt das Projekt an. „Wir wollen erstmals die Auswirkungen von Erneuerbare-Energien-Anlagen für Mensch und Natur bewerten und gleichzeitig Maßnahmen zum Verbessern erarbeiten. Das Ziel ist die Aufwertung der entsprechenden Flächen und eine doppelte Flächennutzung: zur Energieproduktion und als Biotop für die stark bedrohte Artenvielfalt in Deutschland. Dadurch erhalten die Verbraucherinnen und Verbraucher erstmals einen Einblick in die Energieproduktion und können sie zudem nach ihren Wünschen ökologischer gestalten, für eine Energiewende im Einklang mit der Natur“, so Engl. Im Fokus der Bewertungen stehen dabei bestimmte Tier- und Pflanzenarten sowie Biotoptypen, deren Vorkommen verlässlich Aufschluss über die Qualität ihrer Umgebung liefert. „Wer also grünen Strom bezieht, der kann gleichzeitig die Natur schützen. Das ist der große Vorteil gegenüber den regulären Kraftwerken. Für die Gesellschaft entsteht ein Mehrwert, den wir mit dem Einsatz digitaler Technologien erfassen, dokumentieren und vermitteln wollen“, erläutert Engl den Projektansatz.

Getestet wird in Bayern. Zunächst soll sich der Einsatz des Systems auf das Bewerten von Solarfeldern beschränken. Kundinnenn und Kunden der regionalwerke würden dann pro Kilowattstunde einen Aufpreis von einem Cent zahlen, Geld, mit dem der zertifizierte Anlagenbetreiber umweltfreundliche Maßnahmen umsetzen könne. Anschließend soll dieses System auch den Stadtwerken zur Vermarktung angeboten werden. Später lässt sich das Prinzip auch auf andere erneuerbare Energien wie Windkraft, Wasserkraft oder Biomasse ausweiten. Die DBU fördert das Projekt fachlich und finanziell mit 125.000 Euro.

DBU-AZ 35210

DBU-Pressemeldung zum Projekt

Mehr zur DBU-Förderung unter: https://www.dbu.de/antragstellung

Doppelnutzung: Solarfelder produzieren erneuerbare Energie und können dem Artenschutz dienen.
Student beim Kartieren des Solarfeldes in Bayern.
Auf Solarfeldern gibt es eine bunte Artenvielfalt.

Aus der Forschung: Keine Energie ohne Wasser – Koppelung von Wasser- und Energiewirtschaft

Wasserwirtschaft und Energiewirtschaft sind auf deutlich vielfältigere Weise miteinander verknüpft, als dies auf den ersten Blick der Fall zu sein scheint. Die Gewinnung von Energie ist in den meisten Fällen ohne Wasser nicht möglich, egal ob es sich um fossile oder um erneuerbare Energieträger handelt. Im Zusammenhang mit dem Umbau der deutschen Energieversorgung und den von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutz- und Ausbauzielen für erneuerbare Energien steht die Wasserwirtschaft nach Einschätzung des Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrums (CUTEC) vor neuen Herausforderungen: Sie muss sich auf die zukünftigen Anforderungen einer neuen Energieinfrastruktur einstellen und die Einflüsse der Energiewende auf Grundwasserhaushalt, Gewässer- und Bodenschutz mit einkalkulieren.

In einer DBU-geförderten und nun als Buch veröffentlichten Studie mit dem Label „Keine Energie ohne Wasser“ untersuchte das CUTEC die einzelnen Technologien, die bei der Energiewende zum Einsatz kommen und bewertete sie im Hinblick auf Wasserverbrauch unter technischen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten.

Die Studie zeigt zum einen das Potenzial auf, Synergieeffekte für die Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland zu nutzen. So bieten sich Kläranlagen beispielsweise als Standorte für eine dezentrale Wasserstofferzeugung durch Wasserelektrolyse an. Andererseits macht die DBU-Studie auch die Grenzen deutlich. Begründet liegen diese in den naturgemäß unterschiedlichen Zielstellungen und gesellschaftlichen Anforderungen beider Bereiche.

Zusammenfassend haben die Veränderungen im Energiesektor mit Ausbau der erneuerbaren Energien jedoch einen positiven Einfluss auf den Wassersektor. Der Umfang der mengenmäßigen Wassernutzungen wird sich nach den untersuchten Szenarien bis zum Jahr 2050 in Deutschland insgesamt schätzungsweise um die Hälfte reduzieren. Für ein erfolgreiches Umgestalten der deutschen Energiesysteme ist eine Zusammenarbeit zwischen Energie- und Wasserwirtschaft jedenfalls von großer Bedeutung.


DBU-AZ 32804

Mehr zum Thema:

 

Schnittstellen der Wasserwirtschaft mit der Energiewirtschaft
Integration zusätzlicher regenerativer Energieversorgung, PtG-Technologien und Energiespeicher in Abwasserbehandlungsanlagen
Der veröffentlichte DWA-Report zum Projekt "Keine Energie ohne Wasser" (Link)

Aus der Naturschutzförderung: Stabilisierung des Grundwasserpegels im Einzugsgebiet des Hammbachs

Im Raum Dorsten-Haltern befindet sich mit den Halterner Sanden eines der größten nutzbaren Grundwasservorkommen Nordrhein-Westfalens. Die konkurrierenden Nutzungen durch Trinkwasserversorger und Landwirtschaft beanspruchen das Grundwasser teilweise so stark, dass oberirdische Gewässer im Einzugsgebiet der Mittleren Lippe, wie beispielsweise der Hammbach, zeitweise trockenfallen.

Die Lippe Wassertechnik GmbH hat zusammen mit der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft mbH (RWW) und dem Lippeverband ein Maßnahmenkonzept entwickelt, um durch ein kluges Wassermanagement eine ausreichende Menge Wasser für Trinkwasserversorger, für die Landwirtschaft sowie für Feuchtlebensräume und Gewässer zu sichern. Dazu soll Wasser aus Überschussgebieten zukünftig so umverteilt werden, dass defizitäre Grundwasserkörper im Bereich des Hammbachs gefüllt werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Drainagen und Gräben für die Entwässerung der landwirtschaftlichen Flächen zu schließen. Außerdem wird ein Umbau der Wälder am und um den Hammbach von Nadel- und Mischwäldern in Laubwälder empfohlen.

Das Konzept sieht weiterhin vor, die Entnahme des Grundwassers außerhalb der Trinkwassergewinnung neu zu regeln. Als Entscheidungshilfe für Behörden wurde eine Ampelkarte entworfen. Auf dieser Karte sind die verschiedenen Landschaftsbereiche rot (keine Entnahme), gelb (Entnahme in geringem Umfang möglich) oder grün (Entnahme größerer Mengen möglich) gekennzeichnet. Die Ampelkarte gibt damit Auskunft, an welchen Stellen im Einzugsgebiet des Hammbachs Wasser entnommen werden könnte.

Dr. Johannes Meßer von der Lippe Wassertechnik GmbH betont: „Alle Konzepte wurden gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet, so dass das in unserem Projekt entwickelte Entscheidungshilfesystem modellhaft für andere Regionen mit ähnlichen Nutzungskonflikten sein kann“.


DBU-AZ 34437

Mehr zum Projekt im aktuellen DBU-Jahresbericht

 

Ein kluges Wassermanagement soll verhindern, dass oberirdische Gewässer zeitweise trockenfallen.
Es gilt, Wasser in der Landschaft zu halten - wie hier durch einen temporären Damm im Deutener Moor.

DBU-Jahrespressekonferenz: „Die Arbeit der DBU geht weiter“ – Stiftung stellt Jahresberichte 2019 vor

„Angesichts der Coronakrise erscheint das Jahr 2019 wie ein Stück andere Welt, doch die Arbeit der DBU geht weiter. Der Klimawandel und andere drängende Umweltfragen machen keine Coronapause!“ Mit diesen Worten eröffnete DBU-Generalsekretär Alexander Bonde die Jahrespressekonferenz der DBU, bei der die Stiftung ihren Jahresbericht sowie den Jahresbericht der DBU Naturerbe GmbH vorstellte – aufgrund der Corona-Pandemie erstmalig als Videokonferenz. Dabei plädierte Bonde für einen Paradigmenwechsel beim Umgang mit Wasser im ländlichen Raum: „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben.“

Dr. Maximilian Hempel, DBU-Abteilungsleiter Umweltforschung und Naturschutz verwies auf entsprechende Förderprojekte, die im DBU-Jahresbericht vorgestellt werden, beispielsweise zur Stabilisierung des Grundwasserpegels oder zur natürlichen, eigendynamischen Laufentwicklung von Flüssen. Zudem verwies er darauf, dass die Energiewende mit dem Ausbau erneuerbarer Energien einen positiven Einfluss auf den Wassersektor habe. Weitere Schwerpunktthemen des DBU-Jahresberichtes sind neben Wassermangel und Energiewende die intelligente Nutzung von Kunststoffen, Nachhaltigkeitsbildung und die DBU-Förderung grüner Start-ups.

Auch die DBU-Naturerbe GmbH thematisierte zur Jahrespressekonferenz die Folgen der Dürrejahre. Nach Rückmeldungen der Bundesforstbetriebe, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die 71 DBU-Naturerbeflächen betreuen, sind etwa 2.170 Hektar (ha) der insgesamt 55.000 ha Waldfläche betroffen. Nadelholz ist auf etwa 1.720 ha abgestorben oder droht abzusterben, Laubholz auf rund 450 ha. Als einer der größten deutschen Privatwaldbesitzer hat die Stiftungstochter das Ziel, ihre Wälder langfristig möglichst ohne menschlichen Eingriff sich selbst zu überlassen. „Wo Nadelholz aufgrund der Trockenheit abgestorben ist, wachsen bestenfalls junge Laubmischwälder aus Sämlingen auf, die besser als gepflanzte Setzlinge mit Trockenperioden klar kommen können“, erläuterte die Fachliche Leiterin der DBU Naturerbe GmbH, Susanne Belting, die DBU-Strategie der Naturverjüngung.

Trotz Niedrigzins und Krise konnte die DBU ihre Erträge in 2019 mit 99,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (95,2) steigern. Auch die Fördersumme stieg mit 56,4 Millionen Euro um 3,7 Millionen Euro gegenüber 2018 (52,7) an und wurde damit bereits im vierten Jahr hintereinander erhöht. Insgesamt wurden im Jahr 2019 wie auch im Vorjahr 213 Projekte unterstützt. Das Stiftungskapital stieg um 36 Millionen Euro von 2,28 auf 2,32 Milliarden Euro. DBU-Finanzchef Michael Dittrich betonte: „Uns ist es wichtig, auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Fördermittelgeber zu sein, insbesondere für den Mittelstand.“


Mehr zum Thema:

Raten in Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen dazu, Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern mehr Raum zu geben: DBU-Generalsekretär Alexander Bonde (r.) und Dr. Maximilian Hempel, DBU-Abteilungsleiter Umweltforschung und Naturschutz mit dem DBU-Jahresbericht 2019.
Susanne Belting (l.), Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, und DBU-Generalsekretär Alexander Bonde mit dem DBU Naturerbe Jahresbericht 2019, der unter anderem Folgen der Dürre auf den DBU-Naturerbeflächen thematisiert.
DBU-Generalsekretär Alexander Bonde (l.) und DBU-Finanzchef Michael Dittrich freuen sich, dass die Stiftung auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Fördermittelgeber ist.

DBU-Umweltmonitor: DĂĽrre bereitet BĂĽrgerinnen und BĂĽrgern Sorgen

Im März und April herrschten wie bereits in den Vorjahren eine große Trockenheit und höhere Temperaturen als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Dieser Umstand lässt viele Bürgerinnen und Bürger nicht kalt: Eine Befragung der forsa Politik- und Sozialforschung, Berlin, bei 1.029 Personen ab 14 Jahren untermauerte, dass die Folgen der Dürre für die Bürgerinnen und Bürger spürbar werden und Ängste schüren können. Drei Viertel der Befragten (78 Prozent) machen sich große (46 Prozent) oder sogar sehr große Sorgen (32 Prozent) darum. Nicht so große oder keine Sorgen macht sich etwa jeder Fünfte (21 Prozent) – darunter tendenziell mehr Männer als Frauen und mehr unter 30-Jährige als ältere Befragte.

Die DBU hatte im April eine forsa-Umfrage in Auftrag gegeben, um mit Blick auf ihre Stiftungsarbeit mehr über die Sichtweisen und Bewertungen der Bundesbürgerinnen und -bürger zu erfahren. Ein Aspekt der Befragung war die Trockenheit. DBU-Generalsekretär Bonde sagte: „Die Befragungsergebnisse zeigen einmal mehr, dass konsequentes Engagement für den Klimaschutz und geeignete Anpassungsmaßnahmen keinen Aufschub dulden.“


DBU-Pressemitteilung zum Thema

 

Laut einer forsa-Umfrage, die die DBU in Auftrag gegeben hatte, machen sich drei Viertel der Befragten (78 Prozent) groĂźe oder sehr groĂźe Sorgen um die anhaltende Trockenheit.

Aus der Start-up-Förderung: DBU unterstützt weitere grüne Gründerinnen und Gründer

„Digitalisierung und Klimaschutz müssen trotz und wegen der momentanen Corona-Krise weiterhin intensiv vorangetrieben werden", so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Dementsprechend konsequent setzt die Stiftung ihr Green Start-up-Sonderprogramm fort. Unterstützt werden die Gründerteams von circular.fashion (Berlin), cirplus (Hamburg), Free-D Printing (Bochum) und Hybrid-Airplane Technologies (Baden-Baden). Auch die beiden Start-ups elena international und Hortiya (beide Berlin) konnten kürzlich in einer weiteren Förderrunde überzeugen. Alle Start-ups werden nun mit jeweils rund 125.000 Euro von der DBU fachlich und finanziell gefördert.

Die neuen Start-ups im Überblick:

circular.fashion
Das herausragende Ressourcenproblem der Textilindustrie ist, dass die vorherrschende Struktur nicht im Sinne der Kreislaufwirtschaft funktioniert. circular.fashion stellt Modemarken und Altkleidersortierern eine Software zur Verfügung, um kreislauffähige Produkte zu designen und diese passenden Recyclern zuzuführen. Zudem werden Konsumentinnen und Konsumenten ermutigt, ihre Kleidung länger als bisher zu tragen und in die „richtigen“ Recyclingkanäle zurückzugeben.

cirplus
Das Unternehmen bietet einen Online-Marktplatz an, auf dem sich Anbietende und Nachfragende von recyceltem Plastik vernetzen können. cirplus löst das Beschaffungsproblem für Rezyklate, indem es Stoffströme transparent macht und Standards beim der Erstellen von Angeboten beziehungsweise Gesuchen setzt. Mengen und Qualitäten können verlässlicher kalkuliert, die Preisfindung je nach Marktsituation optimiert werden.

Free-D Printing
Das Gründerteam entwickelt Robotik zur signifikanten ökologischen Optimierung und zur Erweiterung der Möglichkeiten additiver Fertigung im Bereich des 3D-Drucks. Mit einem sechsachsigen Industrieroboter soll das Drucken freigeformter Objekte möglich gemacht werden, um so Materialverbräuche zu reduzieren und Fertigungskosten einzusparen.

Hybrid-Airplane Technologies
Im Gegensatz zu gängigen Flugkonzepten, welche ihren Auftrieb dynamisch erzeugen, nutzen die Antragsteller eine Kombination aus dynamischem und statischem Auftrieb durch einen elliptischen Heliumballon. Dadurch ist das Flugkonzept so energieeffizient wie Luftschiffe und Ballons, jedoch bei signifikant erhöhter Agilität. Unter Nutzung von Solarenergie als regenerativer Energiequelle soll der autonome 24 Stunden-Non-Stop-Flug im Projekt nachgewiesen werden.

elena international
In der Forschung gibt es bereits viele Antworten zu Fragestellungen rund um die Energiewende. Auf seiner Plattform stellt das Start-up seinen Kunden (Stadtwerken, Energieversorgern, Netzbetreibern) diese Lösungen in Form eines einfach zu bedienenden Webtools zur Verfügung. So wird ermöglicht, Geld und Ressourcen bei der Umsetzung der Energiewende zu sparen.

Hortiya
Die Hortiya UG zielt darauf, mithilfe von Sensortechnik, die die Photosyntheseleistung direkt misst, LED-Pflanzenlicht in der Hortikultur hinsichtlich Beleuchtungsstärke und Lichtspektrum optimal zu regeln.


Mehr zu den neuen Start-ups in zwei DBU-Pressemeldungen unter:
https://www.dbu.de/123artikel38704_2442.html
https://www.dbu.de/123artikel38739_2442.html


DBU stützt g
rüne Gründungen - Mentorinnen und Mentoren gesucht

Die Green Start-ups von heute sind die Marktführer von morgen – nach dieser Auffassung unterstützt die DBU seit dem vergangenen Jahr verstärkt grüne Gründerinnen, Gründer oder Gründerteams. Seit Juni 2019 wurden im Green-Start-up-Programm 18 Start-ups zur Förderung gebracht. Der Anteil der erfolgreichen Anträge beträgt rund 20 Prozent. Das Green Start-up-Sonderprogramm erfreut sich einer hohen  Nachfrage und eines weiter steigenden Anteils an Gründerinnen. Bewerbungen sind jederzeit möglich unter https://www.dbu.de/startup.

Das DBU-Start-up-Team sucht Mentorinnen und Mentoren, die bereit sind, die DBU-Start-ups ehrenamtlich auf ihrem Weg zu begleiten.

Relevant sind alle Kompetenzfelder und Nachhaltigkeitsbereiche im gesamten DBU-Netzwerk – von der engagierten Unternehmerin bis zum Umweltpreisträger. Wer als Mentorin oder Mentor aktiv werden will, findet eine Übersicht der Start-ups unter https://www.dbu.de/startup.

Ihre Ansprechpartnerin für das Mentoring ist Dr. Stefanie Grade, s.grade@dbu.de.

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

Zum Weiterlesen und -hören:

Mehr zum DBU-Start-up-Programm: Interview mit Dr. Stefanie Grade und Dr.-Ing. Jörg Lefèvre, beide DBU, auf YouTube

Die Webseite zum Programm: https://www.dbu.de/startup

Mehr zum Thema: DBU-geförderter Green Start-up-Monitor 2020 von Borderstep Institut und Bundesverband Deutsche Startups

Mode im Kreislauf denken und so die Umwelt schonen – das ist das Ziel von circular.fashion.
Volkan Bilici und Christian Schiller von Cirplus wollen mit Altplastik Ressourcen sparen.
Das Start-up Free-D Printing will die Möglichkeiten des 3D-Drucks erweitern, um so Materialverbräuche zu reduzieren und Fertigungskosten einzusparen.
Mit Solarstrom kann das Fluggerät h-aero von Hybrid Airplane Technologies zum Beispiel Luftstadtstoffe erfassen und so zukünftig Helikopter ersetzen.
Die beiden GrĂĽnderinnen Christina Vogel und Dr. Sabine Auer von elena international bieten ihren Kunden eine Innovationsplattform und Beratung fĂĽr die Energiewende.
Das Startup-Team von Hortiya: Timo Hoffmann, Marc Weimer-Hablitzel, Christian Scholz, Yusuf Ismail (von links). Mit ihrem Vorhaben werden Pflanzen optimal mit Licht versorgt.

Neues aus Kuratorium und Geschäftsstelle: Pressechef Franz-Georg Elpers verabschiedet

„Sie haben mit Beharrlichkeit komplexe, innovative, technisch und wissenschaftlich höchst anspruchsvolle Sachverhalte aufgebrochen, in eine verständliche Art von Kommunikation und Sprache übersetzt und den Menschen so nahe gebracht. Für diese Passion, für diese Leidenschaft, für diese Berufung für Ihren Beruf danke ich Ihnen herzlich.“ – Mit diesen Worten verabschiedete die DBU-Kuratoriumsvorsitzende Rita Schwarzelühr-Sutter MdB Pressechef Franz-Georg Elpers (64) nach über 26 Jahren im Dienst der Stiftung Ende Juni in den Ruhestand. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde betonte, als kritischer Journalist, der er bis zu seinem Ausscheiden aus der DBU geblieben sei, habe Elpers auch inhaltlich viele Impulse in der DBU gesetzt und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit „eine ganz große Spur gelegt“.

Elpers wurde im westfälischen Warendorf geboren. Nach Abitur und Grundwehrdienst absolvierte er bei den Westfälischen Nachrichten (WN) in Dülmen ein Tageszeitungsvolontariat und arbeitete bei den WN und später bei der Tageszeitung „Die Glocke“ als Redakteur und Redaktionsleiter. Berufsbegleitend studierte er an der Freien Universität Berlin Kommunikationswissenschaften mit Politik, Wirtschaft, Recht und Geschichte im Nebenfach. Von 1991 bis 1994 leitete er den Geschäftsbereich Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (Warendorf). Als Pressechef kam er 1994 zur DBU und wurde 2001 auch stellvertretender Leiter der Stabsabteilung.

Elpers Nachfolge übernimmt zum 15. August Klaus Jongebloed (siehe DBU aktuell 03/2020).


DBU-Pressemitteilung zum Thema

Ging Ende Juni nach ĂĽber 26 Jahren als DBU-Pressechef und insgesamt 45 Berufsjahren in Journalismus und Ă–ffentlichkeitsarbeit in den Ruhestand: Franz-Georg Elpers.
Die Rede des Bundespräsidenten ist jährlich Höhepunkt des Umweltpreis-Festaktes und Zentrum der DBU-Pressearbeit. Hier Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der DBU-Pressechef (l.) bei Elpers' letzter Preisverleihung 2019 in Mannheim.

Neues aus Kuratorium und Geschäftsstelle: Mitarbeiterin der ersten Stunde im Ruhestand

Nach über 28 Jahren im finanziellen Projektcontrolling der DBU ist Astrid Janssen-Scholz am 30. Juni in den Ruhestand gegangen. „Frau Janssen-Scholz war eine tragende Säule in unserer Verwendungsprüfung, denn sie war schon dabei, als das Referat am 1. April 1992 in der Aufbauphase der DBU neu geschaffen wurde“, unterstrich DBU-Personalchef Michael Dittrich. „Ihre freundliche, verbindliche und konstruktive Art war nicht nur intern sondern auch bei rund 3.000 Projektpartnern, die sie in der finanziellen Abwicklung betreut hat, sehr geschätzt.“

 

Nach ĂĽber 28 Jahren bei der DBU nun im Ruhestand: Astrid Janssen-Scholz

Neues aus Kuratorium und Geschäftsstelle: Neue Aufgabe bei der DBU

Zum 1. Juli hat Melanie Vogelpohl die Leitung des DBU-Referats „Umweltinformationsvermittlung“ übernommen. Vogelpohl absolvierte den Masterstudiengang „Regenerative Energien und Energieeffizienz“ an der Universität Kassel und arbeitete dann am damaligen Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES (heute: Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE). Ab März 2014 war sie zunächst als Jahresassistentin und danach als wissenschaftliche Mitarbeiterin im DBU Zentrum für Umweltkommunikation tätig. Im Juli 2019 wechselte sie auf die Position der stellvertretenden Referentin in das DBU-Referat Stiftungsentwicklung, an die sich nun die neue Aufgabe anschließt.

 

Melanie Vogelpohl ĂĽbernimmt das DBU-Referat Umweltinformationsvermittlung

Publikation: Studie zur Koppelung von Energie- und Wasserwirtschaft

Veränderungen im Energiesektor durch den Ausbau der erneuerbaren Energien haben einen positiven Einfluss auf den Wassersektor - das ist das zusammenfassende Ergebnis der DBU-geförderten Studie "Keine Energie ohne Wasser - Zukunftsszenarien und Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Wasserwirtschaft unter gravierend veränderten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen" des Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrums (CUTEC).

Der Abschlussbericht kann nun als Buchveröffentlichung „Keine Energie ohne Wasser“, DWA-Report, 87 Seiten, ISBN: 978-3-96862-000-8, eBook-ISBN: 978-3-96862-001-5, Preis: 33,49 € im Webshop der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) bestellt werden.

 

Der veröffentlichte DWA-Report zum Projekt "Keine Energie ohne Wasser" (Link)

Publikation: DBU-Newsletter „Umweltbildung“

Lektüre für die Ferien: Eine Städte-Zeitreise mit dem Mobiltelefon, Lehren aus der Coronakrise für eine nachhaltige Entwicklung und die Green Meeting Know-how Box - das und noch mehr im neuen Online-Newsletter „DBU aktuell Umweltbildung“.

Der viermal jährlich erscheinende Newsletter kommuniziert Informationen aus dem Bereich Umweltbildung und Umweltkommunikation und präsentiert Aktuelles zu DBU-geförderten Bildungsprojekten und ihren Ergebnissen. Er kann hier abonniert werden.

 

Termin: #DBUdigital Online Salon: Stadtklima im Wandel

„Stadtklima im Wandel – Wege zur klimarobusten Stadt", das ist das Thema eines #DBUdigital Online Salons, des neuen digitalen Veranstaltungsformats der Stiftung.

Am 18. August 2020 von 16:00 bis 18:00 Uhr berichten Birgit Hebein, Vizebürgermeisterin aus Wien, Rainer Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Rüdiger Dittmar, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer aus Leipzig und Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, über die Herausforderungen für unsere Städte, die Erfahrungen aus der Klima-Smart City Wien und über die Umsetzung von Klimaanpassungsprogrammen im Land in Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen und Anmeldung hier.



Zu Zeiten von Corona präsentiert sich die DBU verstärkt online: Mit den #DBUdigital Online-Salons sowie weiteren Online-Veranstaltungen greift die DBU aktuelle Entwicklungen sowie Neuigkeiten aus dem Fördergeschäft auf und diskutiert sie mit Expertinnen und Experten.

Aktuelle Ankündigungen der Online-Veranstaltungen bieten die DBU-Social-Media-Kanäle und die DBU-Webseite. Schauen Sie doch mal rein!

Sie sind DBU-Projektpartnerin oder -Projektpartner und möchten selbst eine digitale Veranstaltung organisieren? Wir unterstützen Sie gern mit technischen Know-How! Sprechen Sie uns an: S.Bonhaus@dbu.de

Referentinnen und Referenten des #DBUdigital Online-Salons "Stadtklima im Wandel"

Termin: Mitmachen erwĂĽnscht beim DENEFF Recoverthon

Mit dem Konjunkturpaket hat die Bundesregierung eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um der Covid-19-Krise zu begegnen. Unter dem Motto “Wirtschaft geht wieder hoch, CO2 bleibt unten” hat die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) zusammen mit mehreren Stakeholdern aus Wirtschaft und Gesellschaft begleitend einen Recoverthon gestartet. Bei dieser digitalen Veranstaltung entwickeln die Teilnehmenden sogenannte „Hacks“, wie politische Maßnahmen bestmögliche Impulse für Konjunktur und Klimaschutz setzen können.

Am 26. August 2020 von 10:00 bis 14:00 Uhr geht es darum, in kleinen Teams mehrere Challenges in den vier Themenbereichen Kommunen, Digitalisierung, Gebäude und Wirtschaft zu lösen (zu „hacken“) und die Lösungen im digitalen Plenum zu präsentieren.

Sie wollen dabei sein? Alle Informationen dazu hier.

 

Recoverthon