„Umwelt baut BrĂŒcken“ – TĂŒrkei neues Partnerland fĂŒr DBU-Projekt

SchĂŒler als Umweltjournalisten – StaatsprĂ€sident GĂŒl und BundesprĂ€sident Wulff zum Projektauftakt in OsnabrĂŒck

OsnabrĂŒck. Das europĂ€ische Umwelt- und Medienprojekt „Umwelt baut BrĂŒcken“ gewinnt mit der TĂŒrkei ein neues Partnerland. Erstmals treffen am 20. September deutsche und tĂŒrkische SchĂŒler in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in OsnabrĂŒck aufeinander und stellen das Projekt gemeinsam der Öffentlichkeit vor. Zu Gast sein werden auch der tĂŒrkische StaatsprĂ€sident Abdullah GĂŒl und BundesprĂ€sident Christian Wulff. Sie ĂŒbernehmen die Schirmherrschaft fĂŒr die deutsch-tĂŒrkische Partnerschaft und werden sie im Rahmen ihres Besuches offiziell besiegeln. Im Mittelpunkt des Projektes stehen fĂŒr die Jugendlichen gemeinsame Recherchen zu Umwelt- und Naturschutzvorhaben, die sie in Partnerzeitungen ihrer HeimatlĂ€nder veröffentlichen. „Der kulturelle Dialog ermöglicht ihnen, einen einzigartigen Einblick in ein Nachbarland und seine Umweltsituation zu erhalten“, sagte DBU-GeneralsekretĂ€r Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde. Die DBU fördert das Projekt mit rund 123.000 Euro.

Partnerschulen  recherchieren gemeinsam Nachhaltigkeitsthemen

„Im Rahmen des europaweiten Projekts gehen nun auch fĂŒnf tĂŒrkische und fĂŒnf deutsche Schulen erstmals bilaterale Partnerschaften ein“, freute sich Ulrike Peters, DBU-Expertin fĂŒr Umweltinformationsvermittlung. Die Jugendlichen zweier Partnerschulen besuchten sich gegenseitig, um gemeinsam konkrete Nachhaltigkeits- und Umweltthemen in der Region der gastgebenden Schule zu recherchieren. In Deutschland beschĂ€ftigten sich die SchĂŒler mit Förderprojekten der DBU zum technischen Umweltschutz, zum Klima-, Natur- und KulturgĂŒterschutz sowie mit nachhaltigen Produkten und Produktionsverfahren. In der TĂŒrkei spielten zentrale Umweltthemen wie vorbeugender Umweltschutz, Abwasserbehandlung und Abfallwirtschaft eine große Rolle.

SchĂŒler schĂ€rfen Umweltbewusstein und lernen Medienkritik

Über die Ergebnisse der gemeinsamen Recherche berichteten die Jugendlichen in selbst verfassten BeitrĂ€gen, die in Partnerzeitungen ihrer HeimatlĂ€nder veröffentlicht wĂŒrden. „Durch das Schreiben der Artikel, das regelmĂ€ĂŸige Lesen der Zeitungen und die Diskussionen untereinander erwerben die SchĂŒler fundiertes Wissen ĂŒber nachhaltige Entwicklungen, schĂ€rfen ihr Umweltbewusstsein und lernen Medien kritischer zu nutzen. Mit ihrer umfassenden Berichterstattung in den Zeitungen wirken sie außerdem als Nachhaltigkeitsbotschafter“, sagte Brickwedde.

Konzept ermöglicht koordinierten Austausch ĂŒbers Internet

Mit der Cumhuriyet und der Milliyet seien bereits zwei ĂŒberregionale tĂŒrkische Tageszeitungen gefunden worden, die das anlaufende deutsch-tĂŒrkische Jugendprojekt medial begleiteten. In Deutschland hĂ€tten die Neue OsnabrĂŒcker Zeitung, die Frankfurter Neue Presse, die SchwĂ€bische Zeitung und die Rhein-Main-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) ihre UnterstĂŒtzung zugesagt. Die Zusammenarbeit der SchĂŒler und Lehrer solle auch ĂŒber soziale Netzwerke erfolgen. Das Zentrum fĂŒr Umweltkommunikation (ZUK) der DBU arbeite deshalb an einem Konzept, das den Teilnehmern einen moderierten und koordinierten Austausch ĂŒber das Internet ermöglichen soll.

Kooperationen mit Schulen aus Bulgarien, Kroatien, RumÀnien und Ungarn

Neben den neu hinzugekommenen Schulen aus Deutschland und der TĂŒrkei vernetze „Umwelt baut BrĂŒcken“ derzeit 20 weitere deutsche Schulen mit 20 Schulen aus Bulgarien, Kroatien, RumĂ€nien und Ungarn. WĂ€hrend ihres etwa einwöchigen Besuchs im Partnerland wohnten die SchĂŒler in gastgebenden Familien. „Dadurch lernen sie Land und Leute persönlich kennen. Sie entdecken Gemeinsamkeiten ebenso wie Unterschiede und entwickeln ein grĂ¶ĂŸeres VerstĂ€ndnis fĂŒreinander“, sagte Peters.

StaatsprĂ€sidenten ĂŒbernehmen Schirmherrschaft fĂŒr UN-Dekade Projekt

„Umwelt baut BrĂŒcken“ ist ein offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung“. Es wird vom Institut zur Objektivierung von Lern- und PrĂŒfungsverfahren (IZOP) und vom ZUK modellhaft umgesetzt. Die Schirmherrschaft haben neben Christian Wulff – und ab Dienstag auch Abdullah GĂŒl – die StaatsprĂ€sidenten Georgi Parwanow (Bulgarien), Ivo Josipović (Kroatien), Traian Băsescu (RumĂ€nien) und PĂĄl Schmitt (Ungarn) ĂŒbernommen. Medial unterstĂŒtzt wird „Umwelt baut BrĂŒcken“ außerdem von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dem Kölner Stadt-Anzeiger, der Mittelbayerischen Zeitung, der SĂŒdwest-Presse, der MĂ€rkischen Oderzeitung und der Ostsee-Zeitung.

Ansprechpartner fĂŒr Fragen zum Projekt (AZ 29577): GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Instituts zur Objektivierung von Lern- und PrĂŒfungsverfahren, Peter Brand, Telefon: 02400/58890, Telefax: 02400/588927

Im Umwelt- und Medienprojekt "Umwelt baut BrĂŒcken" recherchieren Partnerschulen aus Deutschland, Kroatien, RumĂ€nien und Ungarn gemeinsam Nachhaltigkeitsthemen und veröffentlichen ihre BeitrĂ€ge in Partnerzeitungen in ihrem Heimatland. Nun nehmen erstmals auch tĂŒrkische SchĂŒler an dem DBU-geförderten Projekt teil.

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