Klettverschluss, Stacheldraht und Rohrkrabbler: Bionik kinderleicht

KinderuniversitÀt erklÀrte Kindern, wie der Mensch Erfindungen der Natur kopieren kann
Osnabrück. „Erwachsene bitte draußen bleiben!“, lautet das Motto von Kinderuniversitäten. Sie möchten den Wissensdurst des neugierigen Nachwuchses stillen, seinen Forscherdrang altersgerecht fördern und dessen Interesse für die Wissenschaft wecken. Fragen zu stellen, ist dabei ausdrücklich erwünscht. So war es auch bei der Kinderuniversität „Bionik – eine Wissenschaft kinderleicht erklärt“ heute im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Dort konnten die wissbegierigen Kinder der Klassen zwei bis vier der Waldschule Lüstringen (Osnabrück), der Johannisschule Wallenhorst und der Grundschule Stadtfeldmark (Lengerich) den Wissenschaftler Knut Braun mit Fragen „löchern“.

Ideen aus der Natur "klauen"?

Wie funktioniert ein Klettverschluss? Was macht man mit einem so genannten Rohrkrabbler? Was verbindet einen Stacheldrahtzaun mit Bionik? Und was ist das eigentlich? Ideen aus der Natur klauen und nachbauen? Braun, Koordinator des Bionik-Kompetenz-Netzes BIOKON am Standort der Universität des Saarlandes und Vorstand des Internationalen Bionik-Zentrums München, stand den möglichen Nachwuchswissenschaftlern nach seinem Vortrag Rede und Antwort. An einer Reihe von Beispielen zeigte er, wie die Bionik helfen kann, Natur und Technik zusammenzuführen, und wie Ingenieure und Techniker bereits von der Natur gelernt haben.

Kostenlose Bionik-Ausstellung

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen der DBU-Ausstellung „Inspiration Natur – Patentwerkstatt Bionik“. Kostenlose Führungen durch die Ausstellung bietet das Zentrum für Umweltkommunikation der DBU nach vorheriger Anmeldung unter 0541-9633-921.
Auch Kohlrabi hat den "Lotus-Effekt", aber "Kohlrabi-Effekt" hÀtte nicht so schön geklungen: Nach der Vorlesung legte Knut Braun mit den Kindern einen "bionischen Garten" bei der DBU an - hier Kinder der 2a der Grundschule Wallenhorst.