Filtern, pumpen und saugen – Wasser fĂŒr klare VerhĂ€ltnisse

Mit fĂŒnf Projektpartnern ist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt bei der "Wasser Berlin 2006" in der Halle 4.2.
Berlin. Keine Antibiotika im Trinkwasser und kein Hygieneproblem im Badewasser - eine gute WasserqualitĂ€t bedarf stĂ€ndiger Kontrolle und optimaler Aufbereitung. Das wissen fĂŒnf Projektpartner der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sehr genau. Vom 3. bis zum 7. April stellen sie deshalb bei der Kongressmesse "Wasser Berlin 2006" neue, beispielhafte Verfahren zum GewĂ€sserschutz und zur Wasseraufbereitung vor. Vertreten sein werden auf dem DBU-Gemeinschaftsstand in der Halle 4.2 die Firmen ac.k. aqua concept (Karlsruhe), EKO-PLANT (Neu-Eichenberg), ITA - Institut fĂŒr innovative Technologien (Köthen), SYDRO Consult Ingenieurgesellschaft (Darmstadt) und die Firma Weil Industrieanlagen(OsnabrĂŒck). "Mit ihren modellhaften Projekten zeigen die Unternehmen, wie Ökologie und Ökonomie miteinander vereinbar sind", betont DBU-GeneralsekretĂ€r Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde.

Neues Strömungsmodell soll Sauberkeit von Wasser garantieren

So können viele StĂ€dte und Gemeinden ihre öffentlichen BĂ€der nicht lĂ€nger unterhalten. Zu hoch seien neben den Sanierungskosten die Betriebskosten auch fĂŒr die chemische Chlor- oder Ozondesinfektion, klagen die Kommunen. NaturerlebnisbĂ€der könnten da eine kostengĂŒnstigere Alternative darstellen. Allerdings mĂŒssen dort so genannte Totzonen im Wasser verhindert werden, da sonst hygienische MĂ€ngel entstehen können. FĂŒr garantierte Sauberkeit will jetzt ein neues Strömungsmodell der Firmen Hydromod Wissenschaftliche Beratung und EKO-PLANT sorgen: Ein Computer-Programm soll berechnen, wie die Wasserbecken optimal durchströmt werden. Mit DĂŒsen und Pumpen lassen sich dann gezielt verschmutzte Bereiche sĂ€ubern. "Mit Hilfe dieser Mess-, Steuer- und Regeltechnik kann das Badewasser, wenn nötig mehrmals am Tag, komplett gefiltert werden", betont EKO-PLANT-Pressesprecher Rainer Kuhlendahl. Die DBU fördert das Projekt mit rund 100.000 Euro.

Antibiotika und Röntgenkontrastmittel stellen in Seen und FlĂŒssen Umwelt- und Gesundheitsrisiko dar

"Weltweit gelangen mehrere tausend Tonnen an Antibiotika und Röntgenkontrastmitteln ĂŒber das Abwasser ins Grundwasser und sind schließlich auch in Seen und FlĂŒssen nachweisbar", sagt Dr. Martin Sörensen von der Firma a.c.k. aqua concept. Dort stellen die Mittel ein Umwelt- und Gesundheitsrisiko fĂŒr den Menschen dar. KlĂ€ranlagen könnten diese Substanzen bislang aber nicht wirksam entfernen. Das Unternehmen entwickelt jetzt ein Verfahren, das Antibiotika und Kontrastmittel direkt an der Quelle unschĂ€dlich machen soll: In Fabriken der Pharmaindustrie, aber auch in KrankenhĂ€usern und Arztpraxen könnten die Anlagen der Karlsruher Firma mit Hilfe von Ultra-Violetten-Licht die Mittel zersetzten - und das, bevor das Abwasser in die Kanalisation fließt. Mit wissenschaftlicher Begleitung des Heinrich-Sontheimer-Laboratoriums fĂŒr Wassertechnologie (Karlsruhe) entwickelt a.c.k. aqua concept zwei Anlagetypen: fĂŒr die Pharmaindustrie und darauf aufbauend ein vereinfachtes und gĂŒnstigeres GerĂ€t fĂŒr KrankenhĂ€user und Arztpraxen.

Unternehmen entwickelte Trinkwasser-Aufbereitungssystem fĂŒr private Brunnen

Trinkwasser kann aber nicht nur durch Antibiotika, sondern auch durch chemische Substanzen wie Bor oder Fluorid belastet sein. "Vor allem fĂŒr Menschen, die einen eigenen Brunnen auf dem GrundstĂŒck haben, gilt deshalb besondere Vorsicht: Denn die Stoffe können SĂ€uglinge und Kinder in der Entwicklung stören", meint Prof. Dipl.-Ing. Gerhard Weil von der Firma Weil Industrieanlagen. Das Unternehmen aus OsnabrĂŒck hat jetzt mit finanzieller UnterstĂŒtzung der DBU von rund 106.000 Euro ein kostengĂŒnstiges, umweltvertrĂ€gliches und betriebssicheres Aufbereitungssystem fĂŒr den tĂ€glichen Trinkwasserbedarf entwickelt. Abgesehen vom Filterwechsel bis zu zwei Mal im Jahr sei die Kleinanlage weitgehend wartungsfrei. Zudem könnten die Komponenten der Aufbereitungstechnik so variiert werden, dass das GerĂ€t auch mit Nitrat, Schwermetallen oder Pestiziden belastetes Wasser reinigen könne. Brickwedde: "Praktisch ist die Anlage auch: Das GerĂ€t passt unter die SpĂŒle."

Ansprechpartner fĂŒr Fragen zum Projekt: a.c.k. aqua concept GmbH (AZ 22469), Dr. Martin Sörensen, Telefon: 0721/ 59721-0, Telefax: 0721/ 59721-21, info@aquaconcept.de, www.aquaconcept.de

EKO-PLANT (AZ 22295), Rainer Kuhlendahl, Telefon: 05542/9361-0, Telefax: 05542/9361-68, concept@eko-plant.de, www.eko-plant.de

WEIL Industrieanlagen GmbH (AZ 15982), Prof. Dipl.-Ing. Gerhard Weil, Telefon: 0541/ 91333-0, Telefax: 0541/ 91333-66, info@weil-industrieanlagen.de, www.weil-wasseraufbereitung.de

In NaturerlebnisbĂ€dern mĂŒssen so genannte Totzonen im Wasser verhindert werden, da sonst hygienische MĂ€ngel entstehen können. FĂŒr garantierte Sauberkeit will jetzt ein neues Strömungsmodell der Firmen Hydromod Wissenschaftliche Beratung und EKO-PLANT sorgen. Auf der Messe "Wasser Berlin 2006" stellt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ihre Projektpartner vor.