EU-Parlamentarier und DBU diskutierten Umwelt-Fragen

Jens Gieseke zu Informationsaustausch bei Stiftung in OsnabrĂŒck – Aufgaben und Ziele vorgestellt

Osnabrück. Zu einem Informationsaustausch über nationale und internationale Themen des Natur- und Umweltschutzes besuchte Jens Gieseke (44, CDU), Mitglied des Europäischen Parlaments, jetzt die Geschäftsstelle der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück. Mit DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann und den Abteilungsleitern Prof. Dr. Werner Wahmhoff und Josef Feldmann diskutierte Gieseke Fragen der Energiewende und des Spannungsfeldes zwischen Naturschutz und Landwirtschaft und informierte sich über Aufgaben und Ziele der größten Umweltstiftung Europas mit Sitz in Osnabrück.    

Gieseke begrüßt jüngste DBU-Forderungen zur entideologisierten Landwirtschaft

Dabei betonten die DBU-Vertreter gegenüber dem Mitglied im Umweltausschuss und stellvertretenden Mitglied im Agrarausschuss des Europäischen Parlamentes, dass die DBU sich für eine Entemotionalisierung von relevanten Umweltthemen einsetze, zur Versachlichung beitragen und bei Extrempositionen als Vermittler agieren wolle, was Gieseke sehr begrüßte. Bottermann hatte dabei unter anderem auf die jüngste Forderung der DBU verwiesen, eine offene, sachgerechte und entideologisierte Diskussion über die Zukunft einer wirklich nachhaltigen globalen Landwirtschaft zu führen. Die in der öffentlichen Wahrnehmung bestehenden Gegensätze zwischen Bio-Bauern und konventionellen Landwirten müssten abgebaut und Strukturen einer Lebensmittelproduktion geschaffen werden, die ökonomisch tragfähig, sozial vertretbar und ökologisch vorzeigbar seien.

Regelmäßiger Informationsaustausch mit der DBU angestrebt

Auch auf Konfliktfelder auf ihren Naturschutzflächen gingen die DBU-Vertreter ein. Die DBU, die als Treuhänderin vom Bund rund 60.000 Hektar auf 47 ehemals militärisch genutzten Flächen des Nationalen Naturerbes übernommen hat, könne auf einzelnen Flächen die Naturschutzrichtlinie der Europäischen Union (Fauna-Flora-Habitat, FFH) nicht einhalten, weil Teilbereiche sehr stark durch militärische Altlasten kontaminiert und nicht betretbar seien. So könne etwa auf Offenlandflächen ein Verbuschen nicht verhindert werden. In der Folge entstehe wieder Wald, auch wenn hier für Offenlandgebiete definierte Arten und Lebensraumtypen nach der FFH-Richtlinie geschützt werden sollten, die auf die Bedingungen des Offenlandes angewiesen seien. Gieseke sagte zu, dieses Problem in Brüssel bei der Europäischen Kommission zur Sprache zu bringen. Der Abgeordnete Jens Gieseke will die wertvolle Arbeit der Umweltstiftung unterstützen: „Die DBU leistet hervorragende Arbeit auf vielen Feldern des Naturschutzes. Wir müssen die Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene so setzen, dass der Erfolg nicht durch Bürokratie verhindert wird.“ Gieseke setzt daher auf einen regelmäßigen Informationsaustausch mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Der DBU-GeneralsekretĂ€r Dr. Heinrich Bottermann begrĂŒĂŸte den EU-Parlamentarier Jens Gieseke vor der Villa auf dem GelĂ€nde der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

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