„Elektroauto und Co.“: Vortrag zur Umweltfreundlichkeit von Produkten

Mittwoch, 7. November, 18.30 Uhr in der DBU – Vortrag zur DBU-Ausstellung zur Nachhaltigen Chemie

OsnabrĂŒck. Elektroauto oder Benziner? Glasflasche oder Tetra Pak? Erzeugen neuartige Beschichtungen fĂŒr Solarzellen nicht nur mehr Strom, sondern sind sie auch besser fĂŒr die Umwelt? „Ökobilanzen helfen, die Klima- und Umweltbelastung eines Produktes darzustellen“, weiß Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, GeneralsekretĂ€r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). „Es geht um den gesamten ‚Lebensweg‘ eines Produktes: vom Gewinnen oder Herstellen und dem Transport des Rohstoffes ĂŒber die Nutzung des Produktes bis hin zu seiner Entsorgung.“ Auf das Konzept der Ökobilanz genauer eingehen wird der emeritierte Professor Dr. GĂŒnter Kreisel von der Friedrich-Schiller-UniversitĂ€t Jena am Mittwoch, 7. November, um 18.30 Uhr wĂ€hrend seines öffentlichen Vortrags „Elektroauto und Co. – Wie umweltfreundlich sind bestimmte Produkte wirklich?“ im Zentrum fĂŒr Umweltkommunikation (ZUK) der DBU.

Ökobilanz: Klima- und Umweltauswirkungen verstehen

Im Supermarkt stehen sie dicht an dicht: GetrĂ€nkeverpackungen in unterschiedlicher AusfĂŒhrung. Doch welches dieser Angebote ist das umweltfreundlichste? Womit schadet der Verbraucher der Umwelt – und dadurch dem Menschen – am wenigsten? Auskunft gĂ€ben Ökobilanzen, die den Lebenszyklus eines Produktes analysierten. Brickwedde: „Es gibt unterschiedliche Analysemethoden, die jedoch alle dasselbe Ziel haben: Sie sollen den Herstellern und Verbrauchern von KonsumgĂŒtern helfen, die einhergehenden Klima- und Umweltauswirkungen zu verstehen.“ Kreisel pflichtet bei: „In diesem Sinne ist die Ökobilanz ein ‚Werkzeug‘, um die Nachhaltigkeit eines Artikels zu bewerten.“ Er  werde in seinem Impulsvortrag auf verschiedene Beispiele zur Ökobilanz eingehen, freue sich aber auch ĂŒber Fragen zu verschiedenen Produkten aus dem Publikum.

Konzept der Nachhaltigen Chemie

Mit Blick auf eine möglichst positive Ökobilanz von GĂŒtern spiele das Konzept einer Nachhaltigen Chemie eine große Rolle, so Brickwedde. Ziel sei es, bei der Herstellung und dem Einsatz – auch chemischer – Produkte den Energieaufwand und AbfĂ€lle zu verringern, die RecyclingfĂ€higkeit zu erhöhen und Umweltbelastungen zu vermeiden. „Die beanspruchten Rohstoffe sollen möglichst erneuerbar sein“, so der DBU-GeneralsekretĂ€r.

DBU-Wanderausstellung „T-Shirts, TĂŒten und Tenside – Die Ausstellung zur Nachhaltigen Chemie“: verbrauchernahe Themen

„Elektroauto und Co. – Wie umweltfreundlich sind bestimmte Produkte wirklich?“ ist ein Vortrag aus der Reihe, die monatlich die DBU-Wanderausstellung „T-Shirts, TĂŒten und Tenside – Die Ausstellung zur Nachhaltigen Chemie“ begleitet. „Die Ausstellung zeigt beispielhaft an verbrauchernahen Themen die Potenziale der Chemie fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Entwicklung unserer Gesellschaft“, so Brickwedde. Sie biete LösungsansĂ€tze fĂŒr eine ressourcenschonende Wirtschaft und das eigene Handeln. Sie mache sichtbar, wie mithilfe des Konzeptes der Nachhaltigen Chemie weltweiten Herausforderungen wie dem Klimawandel begegnet werden könne. Chemische Prozesse könnten zum Beispiel dabei helfen, GebĂ€ude zu dĂ€mmen, Solarstrom zu erzeugen oder AbwĂ€sser zu reinigen. Interessierte können vor dem Vortrag ab 17.45 Uhr an einer kostenfreien FĂŒhrung durch die Ausstellung teilnehmen. Die DBU-Wanderausstellung ist montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr im ZUK der DBU zu sehen. Der Eintritt ist frei. FĂŒr Gruppen ab zehn Personen und Schulklassen werden FĂŒhrungen und ein spezielles Begleitprogramm angeboten (Anmeldung unter Telefon 0541/9633921). Informationen unter www.t-shirts-tueten-und-tenside.de.

Vortrag im Dezember zum Thema "Fracking"

An den Vortragsabenden ist die Ausstellung bis 18.30 Uhr geöffnet. Und fĂŒr den Terminkalender: Weiter geht es am Donnerstag, 6. Dezember, zum Thema „Fracking – Einsatzgebiete, Notwendigkeit und potenzielle Risiken“ mit Dr. Johannes Peter Gerling, Bundesanstalt fĂŒr Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover.

„Elektroauto und Co. – Wie umweltfreundlich sind bestimmte Produkte wirklich?“ Zu diesem Thema wird am Mittwoch, 7. November, um 18.30 Uhr der emeritierte Professor Dr. GĂŒnter Kreisel im ZUK der DBU referieren.

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