„Ein leuchtendes Beispiel nachhaltigen Unternehmertums“

Deutscher Umweltpreis 2011: EinzelwĂŒrdigung JĂŒrgen Schmidt, memo AG

Greußenheim. „JĂŒrgen Schmidt ist ein Trendsetter der Nachhaltigkeit: ökologisch und ethisch ĂŒberzeugt und mit ehrgeizigen wirtschaftlichen Zielen trifft er seine unternehmerischen Entscheidungen. Ob Sortimentsgestaltung, Logistik, Standort- oder Personalmanagement: Bei der memo AG stehen Umwelt, Soziales und Ökonomie gleichberechtigt nebeneinander. Schmidt hat eine vorbildliche Aufbauleistung vollbracht, die fĂŒr eine deutliche Steigerung der UmweltvertrĂ€glichkeit von Alltagsprodukten und einen alltagstauglichen und massenfĂ€higen Ressourcenschutz steht.“ – Mit diesen Worten wĂŒrdigte heute Dr.-Ing. E. h, Fritz Brickwedde, GeneralsekretĂ€r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2011 der DBU an den Gesellschafter, MitbegrĂŒnder und Vorstandssprecher der memo AG (Greußenheim), JĂŒrgen Schmidt (48). BundesprĂ€sident Christian Wulff wird ihm den höchstdotierten Umweltpreis Europas am 30. Oktober in Stuttgart ĂŒberreichen. Sein Preisgeld: 250.000 Euro.

memo AG zeigt, "dass nachhaltiges Wirtschaften sehr erfolgreich sein kann"

Das ganzheitliche Konzept des klimaneutralen Versandhauses von ökologischen Produkten fĂŒr BĂŒro, Schule, Haushalt und Freizeit einschließlich Logistik und Vertrieb sowie eine sozialverantwortliche und transparente Unternehmensstruktur seien ein sehr besonderer Ansatz, der der Persönlichkeit von Schmidt und seinem Team zu verdanken sei, erlĂ€uterte Brickwedde. Die Transparenz ermögliche es Mitbewerbern grundsĂ€tzlich, das Unternehmenskonzept nachzuahmen: „Die memo AG hat Modellcharakter. Sie zeigt, dass nachhaltiges Wirtschaften sehr erfolgreich sein kann und nicht allein auf technologischen Innovationen beruhen muss. Das Warensortiment des klimaneutralen Versandhauses, das nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien zusammengestellt wird, regt nachhaltige Kaufentscheidungen von Konsumenten an und sorgt damit sehr konsequent fĂŒr die dringend notwendige Änderung des Blickwinkels auf wirtschaftliches Verbraucherverhalten“, stellte der DBU-GeneralsekretĂ€r fest.

ErhĂ€lt den Deutschen Umweltpreis 2011 der DBU: JĂŒrgen Schmidt

Sortiment konsequent nach strengen Regeln unter Slogan „ökologisch, gĂŒnstig, fair“ zusammengestellt

Zudem sei die memo AG nicht nur Vorbild fĂŒr andere Unternehmen: Die Firma trage bei gutem Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis dazu bei, mit attraktiven Produkten Nachhaltigkeit „alltagstauglich und massenfĂ€hig“ zu machen. Das Sortiment sei konsequent nach strengen Regeln unter dem Slogan „ökologisch, gĂŒnstig, fair“ zusammengestellt und nehme daher den Kunden auch die aufwĂ€ndige Recherche ab. Das erleichtere die tagtĂ€gliche Entscheidung fĂŒr ökologisch und sozial einwandfreie Alternativen. Die Kunden wĂŒrden durch ausfĂŒhrliche und informative Produkttexte zu allen Artikeln im Sortiment ĂŒber das komplexe Thema Nachhaltigkeit informiert. Weil besonders beim alltĂ€glichen Einkauf von BĂŒro- und Haushaltsartikeln relativ viele Menschen erreicht werden könnten, sei durch den memo-Katalog fĂŒr einen hervorragenden Multiplikationseffekt nachhaltiger Ideen gesorgt. „Insgesamt bildet die memo AG als Handelsunternehmen eine wichtige Schnittstelle zwischen Herstellern, Lieferanten und Kunden und trĂ€gt so entscheidend zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Produktion sowie zur zukunftsorientierten Konsumentscheidung im Alltag bei“, fasste Brickwedde zusammen.

Gesundheits- und UmweltvertrĂ€glichkeit der Produkte wĂ€hrend der gesamten Wertschöpfungskette geprĂŒft

Beeindruckend sei die Konsequenz, mit der memo das Nachhaltigkeitsprinzip anwende. GeprĂŒft werde die Gesundheits- und UmweltvertrĂ€glichkeit der Produkte wĂ€hrend der gesamten Wertschöpfungskette – von der Rohstoffgewinnung ĂŒber das Herstellungsverfahren, den Vertrieb und Gebrauch bis zum Recycling beziehungsweise der Entsorgung. Bestehe ein Produkt diese strenge PrĂŒfung nicht, werde es nicht in das Sortiment aufgenommen. Gebe es fĂŒr nachgefragte Ware keinen geeigneten Lieferanten, greife memo selbst in die Produktentwicklung ein: Über 750 hauseigene nachhaltige Produkte existierten bereits, zeigte sich Brickwedde beeindruckt.

UmweltpreistrĂ€ger JĂŒrgen Schmidt auf einem Stapel "memo Boxen". Das Mehrweg-Pfandsystem mit zahlreichen ökologischen Vorteilen wurde 2008 entwickelt und eingefĂŒhrt.

Wirkung der Produktion auf Klimawandel und der Wasserverbrauch erfasst

Gerade erst seien zwei memo-Wasch- und -Reinigungsmittel neu ins Sortiment aufgenommen worden, bei denen konsequent auf allerhöchste VertrĂ€glichkeit fĂŒr Mensch und Umwelt geachtet worden sei. Alle Inhaltsstoffe seien natĂŒrlich, Palmöl werde nicht verwendet. Sie seien tierversuchsfrei und enthielten keine tierischen Inhaltsstoffe. Und mit einem indischen Partner sei fĂŒr ein T-Shirt eine Lebenszyklusanalyse erstellt worden, bei der unter anderem die Wirkung der Produktion auf den Klimawandel und der Wasserverbrauch erfasst worden seien. Verschiedene Zertifikate, darunter auch das relativ neue des „Global Organic Textile Standard“ (GOTS), belegten den hohen Ökostandard des Produkts. Sortimentsgestaltungs- und -optimierungsprozesse, die auch unter „Fairtrade“-Aspekten durchgefĂŒhrt werden, sollten durch solche Analysen zukĂŒnftig insbesondere fĂŒr memo-Markenprodukte regelmĂ€ĂŸig durchgefĂŒhrt werden.

Auch FirmengebÀude und die Fahrzeugflotte nach nachhaltigen Gesichtspunkten konzipiert und zusammengestellt

Ebenso seien das FirmengebÀude und die Fahrzeugflotte nach nachhaltigen Gesichtspunkten konzipiert und zusammengestellt worden. Und auch vorbildliche Personalstrukturen wie flache Hierarchien, dialogorientierte Unternehmenskultur und Mitarbeiterbeteiligung zeigten einen sehr positiven Effekt: Es gebe nur eine geringe Personalfluktuation und sehr wenige Krankheitstage.

JĂŒrgen Schmidt auf dem Dach des memo-FirmengebĂ€udes in Greußenheim: Die BegrĂŒnung trĂ€gt zur WĂ€rmedĂ€mmung und damit zum Energieeinsparen im Unternehmen bei.

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