DNR-PrĂ€sident Hubert Weinzierl fĂŒhrt weiter Kuratorium der DBU

Vorstand der grĂ¶ĂŸten Umweltstiftung der Welt tagte heute in Berlin – JĂ€ger und Machnig Vize
Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bleibt Hubert Weinzierl (M.), PrĂ€sident des Deutschen Naturschutzrings (DNR). Seine Stellvertreter sind Helmut JĂ€ger (l.), GeschĂ€ftsfĂŒhrer des mittelstĂ€ndischen Solarunternehmens Solvis, und Matthias Machnig (r.), StaatssekretĂ€r im Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

Berlin. Hubert Weinzierl führt auch weiterhin die Geschicke der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück). Das Kuratorium wählte den Präsidenten des Deutschen Naturschutzrings (DNR) heute Nachmittag in Berlin erneut zu seinem Vorsitzenden. Das Ehrenamt hat Weinzierl seit März 2005 inne. Zu stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt wurden der mittelständische Solarunternehmer Helmut Jäger (Solvis, Braunschweig) und der Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Matthias Machnig. Als Vorstand der Stiftung legt das Kuratorium unter anderem die Förderleitlinien fest, vergibt die Fördermittel für die großen Projekte und entscheidet auf Empfehlung einer unabhängigen Expertenjury über die Vergabe des mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreises Europas, des Deutschen Umweltpreises der DBU.

Stiftungskapital beläuft sich heute auf fast 1,8 Milliarden Euro

Die DBU war auf Initiative des damaligen Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel entstanden. Er hatte im Oktober 1989 dem Bundeskabinett vorgeschlagen, den bei der Privatisierung des Salzgitter-Konzerns anfallenden Verkaufserlös zweckgebunden für den Umweltschutz als Kapital in eine Bundesstiftung einzubringen. Dafür wurde die DBU mit einem Stiftungskapital von ca. 1,28 Milliarden Euro aus dem Privatisierungserlös des ehemals bundeseigenen Konzerns ausgestattet. Seitdem zählt die DBU zu den größten Stiftungen Deutschlands. Heute beläuft sich ihr Kapital auf fast 1,8 Milliarden Euro. Zugleich hat die DBU rund 7.000 umweltentlastende, innovative Modellprojekte mit über 1,2 Milliarden Euro unterstützt.

DBU will Risiko ökologischer Innovationen auf ein tragbares Maß verringern

Die DBU will im Sinne eines produktionsintegrierten, vorbeugenden Umweltschutzes insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen zu neuen Aktivitäten anstiften und ihnen über die Anfangshürden helfen. Durch die Fördermittel soll das finanzielle Risiko ökologischer Innovationen auf ein tragbares Maß verringert werden. Gleichzeitig unterstützt sie den Austausch von Wissen über die Umwelt zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und anderen öffentlichen oder privaten Stellen. Modellhaft werden auch national wertvolle Kulturgüter im Hinblick auf schädliche Umwelteinflüsse bewahrt und gesichert. Im Mai dieses Jahres wurden der DBU vom Bund 46.380 Hektar für den Naturschutz besonders wertvoller Flächen übertragen. Die Stiftung wird sicherstellen, dass die ehemals militärisch genutzten Liegenschaften langfristig geschützt werden.

Die weiteren Mitglieder des DBU-Kuratoriums im Überblick

Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind Petra Bierwirth, MdB, Vorsitzende des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages, Otto Fricke, MdB, Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, Werner Gatzer, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Prof. Dr. Martin Jänicke, Leiter der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin, Prof. Hans-Helmut Kotz, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, Undine Kurth, MdB, Mitglied des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages, Hans-Heinrich Sander, Niedersächsischer Umweltminister, Georg Schirmbeck, MdB, Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Michael Succow, Botanisches Institut der Universität Greifswald, Michael Thielen, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Klaus Wiesehügel, Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.