DBU-Geschenk zum Jubiläum: Für Wasser-Truck fließt Geld an Jugend

Stiftung will in Osnabrück für Thema weiter sensibilisieren – Wettbewerb für weiterführende Schulen – 10.000 Euro

Osnabrück. Jeder fünfte Mensch weltweit hat keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser, obwohl unsere Erde zu 70 Prozent mit Wasser bedeckt ist. Der Grund: Nur ein Bruchteil ist Süßwasser und damit als Trinkwasser für den Menschen geeignet. Klimawandel, Umweltverschmutzung und steigender Wasserverbrauch verschärfen die Versorgungslage zunehmend. Anlässlich ihres 20jährigen Bestehens ermöglicht die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zehn Schulen aus Osnabrück, dem Sitz der Stiftung, sich in einem 18 Meter langen Wasser-Truck umfassend und interaktiv über das kostbare Nass zu informieren. Heute startet die Ausschreibung des Wettbewerbs, in dem zehn weiterführende Schulen aus Osnabrück die Teilnahme gewinnen können. Bewerbungsschluss für das mit 10.000 Euro dotierte DBU-Geburtstagsgeschenk ist der 7. September. „Wir wollen unser Jubiläum nutzen, um die Jugend der Stadt für dieses wichtige Thema weiter zu sensibilisieren“, sagte DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde.

Mit "Volle Pulle" jungen Leuten die globale Wasserkrise begreifbar machen

Der Wasser-Truck ist eine mobile Lern- und Erlebnisausstellung des Vereins Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB). Unter dem Motto "Volle Pulle – Wasserverbrauch bis zum Limit" rollt er durch Deutschland und macht vor allem jungen Leuten die globale Wasserkrise begreifbar. Die Schüler werden mit einem MP3-Player durch sieben Räume geführt und erleben, wie sich junge Reporter dem Thema Wasser auf vielfältige Weise nähern. Sie erfahren, wie eine Radiosendung entsteht und lernen den größten Wasserverschwender kennen. Auch, dass viele Menschen gerne mal „einen über den Durst trinken“, bleibt im Wasser-Truck nicht unerwähnt. „Die Ausstellung ist eine gute Gelegenheit, dem Element Wasser auch einmal mit Herz und Seele zu begegnen“, betonte Brickwedde.

FĂĽr die Bedeutung des Wassers warb die DBU bereits 2009 in ihrer eigenen Wanderaustellung "WasserWissen - die wunderbare Welt des Wassers" - hier im Zentrum fĂĽr Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in OsnabrĂĽck. Seitdem informiert sie Besucher auch an anderen Orten in Deutschland ĂĽber die Vielfalt des kĂĽhlen Nass'.

Ausstellungsinhalte in den Unterricht einbinden und Wasser-Truck-Besuch gewinnen

In einem kurzen Konzept können die Osnabrücker Schulen darlegen, wie sie die Ausstellungsinhalte mit dem Unterrichtsstoff verknüpfen und welche zusätzlichen Fragen rund um das Thema Wasser im Unterricht eine Rolle spielen sollen. Die Bewerbung erfolgt formlos schriftlich oder per E-Mail bis zum 7. September an den DBU-Umweltbildungsexperten Thomas Pyhel, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, oder (als word- oder pdf-Datei) an t.pyhel@dbu.de. Jede Schule kann nur eine Bewerbung einreichen. Die Geschäftstelle der DBU wählt die überzeugendsten zehn Konzepte aus und informiert die Schulen unmittelbar nach der Entscheidung schriftlich über die Teilnahme an der Ausstellung. Diese kann für einen Tag bis maximal zehn Tage ausgeliehen werden. Eine Ausleihe ist sowohl 2011 als auch 2012 möglich. Die Kosten für den Wasser-Truck belaufen sich auf 1.200 Euro pro Schule. Die DBU übernimmt hiervon einen Betrag von 1.000 Euro. Jede Schule steuert zusätzlich einen Eigenanteil von 200 Euro bei.

Knappe Ressourcen: "Ausstellung ein wichtiger Schritt hin zu mehr Aufklärung"

„Obwohl sich die Konkurrenz um knappe Wasserressourcen mehr und mehr zuspitzt, zeigt sich gerade in den Industrienationen oft ein nahezu verschwenderischer Umgang damit. Die Ausstellung ist daher ein wichtiger Schritt hin zu mehr Aufklärung und ein Versuch, die Kostbarkeit des Wassers stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken“, sagte Brickwedde. Für die Bedeutung des Themas Wasser zu werben, hat sich die DBU seit langem auf die Fahnen geschrieben: Ihre eigenen als Wanderausstellung konzipierte Schau «WasserWissen – die wunderbare Welt des Wassers» war bis Oktober 2009 im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU zu sehen. Seitdem wird die Ausstellung an anderen Orten in ganz Deutschland gezeigt und kann für diesen Zweck ausgeliehen werden.

Ansprechpartner fĂĽr Fragen zum Projekt (AZ 91011): Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Referat Umweltbildung, Thomas Pyhel, Telefon: 0541/9633402, Telefax: 0541/9633194

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