„Aus der virtuellen Welt in die Natur – wie kann Umweltbildung die Jugendlichen erreichen?“

Pfingstsymposium im Zentrum fĂĽr Umwelt und Kultur Benediktbeuern gemeinsam mit DBU
Benediktbeuern. „Aus der virtuellen Welt in die Natur – wie kann Umweltbildung die Jugendlichen erreichen?“ Das ist der Titel des gemeinsamen Pfingstsymposiums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) Benediktbeuern, das am 24. und 25. Mai in dem bayerischen Tagungszentrum stattfindet. „Die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten 20 Jahren erheblich verändert. An die Stelle alltäglicher Spiel- und Erlebnisräume und ursprünglicher Naturerfahrung sind nicht selten Medienkonsum und ein teilweise ausufernder Gebrauch von Computerspielen getreten. Jungen scheinen von dieser Entwicklung stärker betroffen als Mädchen, bildungsferne Milieus stärker als bildungsnahe,“ betont DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde in der Einladung.

"Aktuellen Entwicklungen stellen für eine Umweltbildung eine enorme Herausforderung dar"

„Sozialwissenschaftliche Studien belegen, dass sich dieser Medienkonsum und die Naturentfremdung von Kindern und Jugendlichen weiter verstärken,“ so Brickwedde. Darüber hinaus führten jugendkriminologische Studien zu der Erkenntnis, dass reale Aktivitäten abnähmen und soziale Fähigkeiten verkümmerten, wenn verstärkt gewaltbetonte Medien und Computerspiele den Alltag prägten. Auch die Schulleistungen verschlechterten sich. Diese aktuellen Entwicklungen stellten für eine Umweltbildung eine enorme Herausforderung dar, die in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung nicht nur jene Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen dürfe, die regelmäßig schulische und außerschulische Bildungsangebote nutzten.

Welchen Erfordernissen müssen tragfähige Konzepte für diese Zielgruppe Rechnung tragen?

Welche Bedeutung hat Naturerfahrung gerade auch für Kinder und Jugendliche, die von den bisherigen Umweltbildungsangeboten nur noch schwer erreicht werden? Welchen Erfordernissen müssen tragfähige Konzepte für diese Zielgruppe Rechnung tragen? Bedarf es neuer Kooperationen zwischen Akteuren der Umweltbildung und Experten anderer Domänen wie z. B. der Kinder- und Jugendhilfe oder auch der Kinder- und Jugendpsychologie? Diese Fragen sollen während des Symposiums im ZUK besprochen werden.

Namhafte Experten stehen für breitgefächerten Ansatz der Veranstaltung

„Dafür konnten namhafte Bildungsexperten, Soziologen, Jugendkriminologen, Pädagogen und Didaktiker gewonnen werden, die bereit sind, diese lang überfällige Diskussion über Fachgrenzen hinaus zu führen,“ freut sich Brickwedde über den breitgefächerten Ansatz der Veranstaltung. Wertvolle und mustergültige, beispielhafte Praxislösungen in der Arbeit mit ehemals schwer erreichbaren Kindern und Jugendlichen sollten Mut machen, neue Konzepte zu erproben.

Ansprechpartner für Fragen zur Tagung: Trägerverbund des Zentrums für Umwelt und Kultur Benediktbeuern, Pater Karl Geißinger, Telefon: 08857/88-700, Telefax: 08857/88-376.

Wie können Kinder und Jugendliche aus der virtuellen Welt real in die Natur geführt werden? Dieser Frage geht das Pfingst-Symposium von ZUK Benediktbeuern und DBU nach.

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