Projektförderung

Umweltentlastung – Innovation – Modellcharakter

Wir fördern lösungsorientierte Projekte zum Schutz der Umwelt. Relevant sind die Bereiche Umwelttechnik, -forschung und -kommunikation sowie Natur- und KulturgĂŒterschutz. HierfĂŒr bieten wir 12 Förderthemen plus eine themenoffene Förderung sowie zeitweilige Förderinitiativen an. Im Fokus stehen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Es sind Einzel- und Kooperationsprojekte möglich. Neben Vorhaben in Deutschland fördert die DBU in begrenztem Umfang auch internationale Projekte, bisher vorrangig in den LĂ€ndern Mittel- und (SĂŒd)Osteuropas (MOE). Eine Förderung internationaler Projekte jenseits von MOE ist in EinzelfĂ€llen möglich.

Wir beraten fachkompetent und serviceorientiert. Wir sind unabhĂ€ngig und parteipolitisch neutral. Wir bieten eine ergebnisorientierte Beratung durch fachlich kompetente, interdisziplinĂ€re Teams an und helfen bei der weiteren Qualifizierung der Projekte durch unsere Begleitung der Antragsstellenden von der Projektskizze bis zur Realisierung. Wir unterstĂŒtzen bei der Kommunikation der Projektergebnisse fĂŒr besonders gelungene Projekte.

Der Weg von Ihrer Projektidee zur DBU-Förderung

Projektskizzen und FörderantrĂ€ge können jederzeit eingereicht werden. Beachten Sie diesbezĂŒglich unsere Hinweise zur Antragstellung. Wir bevorzugen eine 2-zweistufige Antragstellung:

  • Projektskizze: Wir empfehlen, dass Sie zur ersten EinschĂ€tzung Ihrer Projektidee zunĂ€chst eine kurze Projektskizze ĂŒber unser Online-Portal einreichen (3-10 Seiten; Inhalt und Gliederung: siehe Hinweise zur Antragstellung). FĂŒr die Bewertung der Projektskizzen sind der innovative Charakter und die konkrete Umweltentlastung von besonderer Bedeutung. Weitere Kriterien sind die Modellhaftigkeit sowie die PraxisnĂ€he. Bei Bedarf erhalten Sie von uns Hinweise zur Überarbeitung Ihrer Projektskizze.
  • Förderantrag: Bei Übereinstimmung Ihrer Projektidee mit dem Förderzweck und den Fördermöglichkeiten fordert die DBU Sie auf, einen vollstĂ€ndigen, auf Ihrer Projektskizze aufbauenden Förderantrag einzureichen (Richtwert: 20 Seiten; Inhalt und Gliederung: siehe Hinweise zur Antragstellung). Im nĂ€chsten Abschnitt finden Sie diesbezĂŒglich eine Zusammenfassung unserer Hinweise und Arbeitshilfen zur Antragstellung. Die DBU kann zur Beurteilung der ProjektantrĂ€ge externe Gutachten heranziehen; die angefragten Fachleute werden zu Vertraulichkeit verpflichtet. Bei Bedarf erhalten Sie von uns Hinweise zur Überarbeitung Ihres Projektantrages.

GrundsÀtzlich nicht gefördert werden

  • Projekte, die der ErfĂŒllung gesetzlicher Pflichtaufgaben dienen;
  • nicht projektbezogene AntrĂ€ge von Einrichtungen und Institutionen (institutionelle Förderung);
  • Projekte ohne Umsetzungsperspektive;
  • reine Investitionsvorhaben;
  • bereits begonnene Vorhaben;
  • Projekte zur MarkteinfĂŒhrung entwickelter Produkte;
  • Projekte mit ausschließlicher Grundlagenforschung;
  • Monitoring von Umweltbelastungen;
  • Studien ohne konkreten Umsetzungsbezug;
  • Aufstockung von Fördermitteln anderer Fördermittelgeber;
  • reine Druckkosten- und ReisekostenzuschĂŒsse;
  • Projekte, die nicht dem Beihilferecht der EU entsprechen.

Arbeitshilfen fĂŒr die Antragstellung

Unsere Arbeitshilfen fĂŒr die Antragstellung haben wir hier fĂŒr Sie zusammengefasst. Die detaillierten Förderkriterien finden Sie in unseren Förderleitlinien. FĂŒr Unternehmen, GbR-/BGB-Gesellschaften, VerbĂ€nde, Vereine, Stiftungen, Privatpersonen und sonstige Einrichtungen können in der Regel 50 % der Projektkosten gefördert werden; hier erfolgt die Förderung auf Kostenbasis (Bruttoarbeitsentgelte plus Gemeinkostenzuschlag, Sachkosten, Fremdleistungen, Reisekosten). FĂŒr UniversitĂ€ten, Hochschulen, Akademien und Einrichtungen mit staatlicher Grundfinanzierung können bis zu 100 % der Projektausgaben gefördert werden; hier erfolgt die Förderung auf Ausgabenbasis (Personalkosten, Sachkosten, Fremdleistungen, Reisekosten). Die Art und die Höhe der Förderung wird jeweils individuell geprĂŒft und festgelegt.

Hinweise fĂŒr die Förderung auf Kostenbasis – fĂŒr Unternehmen, GbR-/BGB-Gesellschaften, VerbĂ€nde, Vereine, Stiftungen, Privatpersonen und sonstige Einrichtungen

Hinweise fĂŒr die Förderungen auf Ausgabenbasis – fĂŒr UniversitĂ€ten, Hochschulen, Akademien und öffentlichen Einrichtungen mit staatlicher Grundfinanzierung

Der Weg von der Bewilligung zum Projektabschluss

Mit unserem Bewilligungsschreiben werden Ihnen die fĂŒr Ihr Projekt geltenden Förderbedingungen (Fördervoraussetzungen und Bewilligungsauflagen) mitgeteilt. Bitte senden Sie das Formular zur Annahme der Bewilligung und Übernahme des Eigenanteils ausgefĂŒllt an die DBU zurĂŒck. Die Projektabwicklung erfolgt auf zwei Ebenen: fachlich und finanziell.

Finanziell: Fördermittel

Die Auszahlung der ersten Fördermittelrate erfolgt direkt zu Projektbeginn. Weitere Auszahlungen erfolgen je nach Projektfortschritt und nach Vorlage Ihrer finanziellen Verwendungsnachweise. Nutzen Sie dazu bitte das Formblatt Verwendungsnachweis (Kostenbasis) bzw. das Formblatt Verwendungsnachweis (Ausgabenbasis). Die Schlussrate wird erst zur VerfĂŒgung gestellt, wenn der DBU alle zum fachlichen und finanziellen Projektabschluss erforderlichen Unterlagen eingereicht und diese sowohl durch das Referat Finanzielles Projektcontrolling als auch durch das Fachreferat geprĂŒft worden sind. ErlĂ€uterungen dazu gibt Ihnen unser Infoblatt zu den finanziellen Verwendungsnachweisen.

Fachlich: Berichtspflichten

Die Termine fĂŒr Ihre Zwischenberichte werden je nach Projekt individuell festgelegt und Ihnen in Ihrem Bewilligungsschreiben mitgeteilt. Der Abschlussbericht ist spĂ€testens drei Monate nach Projektabschluss fĂ€llig.

Sie erstellen zudem ein Projektkennblatt, welches interessierten Personen als Kurzinformation ĂŒber das Förderprojekt dient. Sie haben hier die Möglichkeit, den Stand Ihrer ProjektaktivitĂ€ten zu dokumentieren. Nachdem Sie Text und Bild(er) verbindlich abgegeben haben und das zustĂ€ndige DBU-Referat Ihr Projektkennblatt freigegeben hat, wird dieses auf der DBU-Website veröffentlicht. Das Verfahren wird auch in einem ErklĂ€r-Video erlĂ€utert.

Arbeitshilfen fĂŒr die Projektabwicklung

Unsere Arbeitshilfen fĂŒr die Projektabwicklung haben wir hier fĂŒr Sie zusammengefasst.

Öffentlichkeitsarbeit fĂŒr Ihre Projektergebnisse

Besonders gelungene Projekte berĂŒcksichtigen wir gerne bei unserer Öffentlichkeitsarbeit – im DBU-Newsletter, als beispielhaftes Projekt auf der DBU-Website, im DBU-Jahresbericht, fĂŒr Social Media-BeitrĂ€ge (LinkedIn, facebook, Instagram, Twitter, flickr, YouTube, mastodon) sowie auf diversen Messen und Veranstaltungen.

PrĂ€ambel unserer Förderleitlinien

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) wurde im Jahr 1990 vom Bund als Stiftung bĂŒrgerlichen Rechts gegrĂŒndet. Aufgabe der Stiftung ist es, Vorhaben zum Schutz der Umwelt unter besonderer BerĂŒcksichtigung der mittelstĂ€ndischen Wirtschaft zu fördern. Mit der Aufnahme der FördertĂ€tigkeit der DBU im Jahr 1991 wurden die ersten »Leitlinien fĂŒr die Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt« veröffentlicht.

Überarbeitungen erfolgten 1998 und 2004. Aufbauend auf einer umfassenden Evaluation werden nunmehr grundlegend neu gestaltete Förderleitlinien vorgelegt, die auf Basis der in Errichtungsgesetz und Stiftungssatzung formulierten GrundsĂ€tze die aktuellen Herausforderungen des Umweltschutzes unter BerĂŒcksichtigung des gesellschaftlichen Wandels aufgreifen. Das Förderangebot der DBU orientiert sich dabei an interdisziplinĂ€r konzipierten Förderthemen, die kontinuierlich an die sich verĂ€ndernden Anforderungen des Umweltschutzes angepasst werden.

Zugleich wird die Möglichkeit geschaffen, ĂŒber eine themenoffene Förderung innovative Ideen von Projektpartnern aufzugreifen und innovative Umweltschutzprojekte mit besonderer Bedeutung zu fördern, die außerhalb der definierten Förderthemen angesiedelt sind. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert dem Stiftungsauftrag und dem Leitbild entsprechend innovative, modellhafte und lösungsorientierte Vorhaben zum Schutz der Umwelt. Sie setzt diesen Auftrag im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung in ihren ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Aspekten unter besonderer BerĂŒcksichtigung kleiner und mittlerer Unternehmen in ihrer dynamischen Vielfalt um.

Umweltschutz soll dabei auch als Gesundheitsschutz verstanden werden. Geförderte Projekte sollen nachhaltige Effekte in der Praxis erzielen, Impulse geben und eine Multiplikatorwirkung entfalten. Die DBU unterstĂŒtzt die Kommunikation und Verbreitung der Projektergebnisse und bringt sie in die Diskussionsprozesse ĂŒber die zentralen Herausforderungen des Umweltschutzes ein. Es ist das Anliegen der DBU, zur Lösung aktueller Umweltprobleme beizutragen, die insbesondere aus nicht nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweisen unserer Gesellschaft resultieren. Zentrale Herausforderungen sieht die DBU vor allem beim Klimawandel, dem BiodiversitĂ€tsverlust, im nicht nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie bei schĂ€dlichen Emissionen. Damit knĂŒpfen die Förderthemen sowohl an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse ĂŒber planetare Grenzen als auch an die von der UNO beschlossenen Sustainable Development Goals an. Mit ihrer FördertĂ€tigkeit will die DBU zugleich einen Beitrag insbesondere zur Umsetzung der Nachhaltigkeits- und der BiodiversitĂ€tsstrategie der Bundesregierung leisten. Bildung und die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sind von herausragender Bedeutung fĂŒr die Erreichung ambitionierter Nachhaltigkeitsziele.

Die DBU stellt sich dieser zentralen Aufgabe ebenso wie den Herausforderungen einer zunehmenden Urbanisierung.Komplexe Umweltprobleme lassen sich allein durch interdisziplinĂ€re, systemische und die gesellschaftliche Praxis einbeziehende AnsĂ€tze bewĂ€ltigen. Die Förderung der DBU will hier Akzente setzen und integriert in ihrem Förderangebot konsequent die satzungsgemĂ€ĂŸen Aufgabenfelder. Die Erforschung, Entwicklung und Nutzung neuer umweltentlastender Technologien und Produkte im Sinne eines vorsorgenden integrierten Umweltschutzes, die Bewahrung und Wiederherstellung des Nationalen Naturerbes sowie die Förderung des Umweltbewusstseins und -verhaltens der Menschen durch Information und Maßnahmen der Umweltbildung finden gleichermaßen und gleichberechtigt BerĂŒcksichtigung in den Förderthemen. Die Digitalisierung von Produktions-, GeschĂ€fts- und Informationsprozessen schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran und bietet viele AnsĂ€tze zur Lösung von Umweltproblemen. Diese in allen Förderthemen konsequent zu nutzen, ist ein wichtiges Anliegen der DBU.